• 17.04.2019, 09:59:56
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Finanzstaatssekretär Fuchs: „Erneut schwerer Schlag gegen Glücksspielmafia geglückt“

Finanzpolizei beschlagnahmt bei Schwerpunktaktion 100 illegale Glücksspielgeräte

Utl.: Finanzpolizei beschlagnahmt bei Schwerpunktaktion 100 illegale
Glücksspielgeräte =

Wien (OTS) - Nachdem die Finanzpolizei bei einer bundesweiten
Schwerpunktaktion vor rund zwei Wochen insgesamt 129
Glücksspielgeräte beschlagnahmte, gelang den Finanzbediensteten nun
ein weiterer Coup im Kampf gegen das illegale Glücksspiel. Bei
neuerlichen Razzien Ende vergangener Woche konnten insgesamt 100
illegale Automaten sichergestellt werden. Das gibt
Finanzstaatssekretär MMag. DDr. Hubert Fuchs heute bekannt.

Die Aktion fand am vergangenen Donnerstag und Freitag in
Oberösterreich, Salzburg, Wien und dem Burgenland in insgesamt 14
Lokalen statt. Dabei kamen 12 Teams der Finanzpolizei mit 62
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Einsatz.

„Erneut ist der Finanzpolizei ein schwerer Schlag gegen die
organisierte Kriminalität geglückt. Der Glücksspielmafia muss klar
sein, dass wir in diesem Kampf nicht klein beigeben werden und erst
zufrieden sind, wenn auch der letzte illegale Glücksspielautomat
beschlagnahmt ist“, zeigt sich Finanzstaatssekretär Fuchs
entschlossen.

„Wir wollen den Tätern mit einem konsequenten Vorgehen und
regelmäßigen Razzien zeigen, dass sich illegales Glücksspiel nicht
lohnt und wir ihren Tricks auf die Schliche kommen“, ergänzt Fuchs.
Der Staatssekretär dankt der Finanzpolizei unter ihrem Leiter
Wilfried Lehner für ihren Einsatz gegen die Glücksspielmafia.

Wie dreist die Betreiber der Glücksspiellokale sind, zeigt allein die
Tatsache, dass auch teils jene Lokale, die bei der Razzia vor zwei
Wochen im Visier der Finanzpolizei waren, bei dieser
Schwerpunktaktion bereits wieder mit neuen Geräten nachgerüstet
waren. Auch andere Erlebnisse ließen die Einsatzkräfte nicht schlecht
staunen.

So ergab beispielsweise eine Kontrolle in Wien Ottakring, dass in
einem bereits behördlich geschlossenen Lokal, an dem auch der
Stromzähler abmontiert wurde, der Strom illegal angezapft wurde und
so der Betrieb weitergehen konnte. Eine ähnliche Vorgehensweise
legten die Kriminellen ebenfalls im 16. Wiener Gemeindebezirk in
einem anderen Lokal an den Tag. Der Stromdiebstahl an diesem Standort
hat einen Gegenwert von etwa 4.500 Euro.

Bemerkenswert verlief auch die Beschlagnahme von Glücksspielautomaten
in Wien Meidling: Im Lokal fanden die Kontrollorgane einen Laptop,
der die genauen Aufzeichnungen der Einnahmen der letzten Tage
enthielt. Von 1. bis 11. April 2019 wurden insgesamt 63.000 Euro in
vier Glücksspielgeräte eingeworfen, als Nettogewinn konnte die
Glücksspielmafia über 18.000 Euro verbuchen.

Dabei legten die Täter an diesem Standort eine besondere
Unverfrorenheit an den Tag. Das Lokal wurde bereits zweimal
behördlich geschlossen und versiegelt. Die Tätergruppe kümmerte dies
scheinbar nicht, denn immer wieder wurden die Siegel gebrochen und
einfach weitergespielt. Das Lokal ist der Finanzpolizei auch auf
Grund der dramatischen Anzeigen aus der Bevölkerung bestens bekannt:
Vor wenigen Tagen hatte sich ein Familienvater bei der Finanzpolizei
gemeldet, da seine Söhne (13 und 16 Jahre) 2.000 Euro aus der
Familienkassa verspielt hatten.

Dass in diesem Lokal auch noch Drohbriefe eines Anwaltes gefunden
wurden, in dem den Kontrollbeamten mehrjährige Haftstrafen angedroht
werden, falls sie mit Beschlagnahme gegen den Betreiber vorgehen
sollten, ist der skurrile Höhepunkt dieser Kontrolle.

Eine geradezu freche Vorgehensweise zeigte die Glücksspielmafia in
einem weiteren Glücksspielbetrieb in Linz. Dort wurden am 1. April
2019 sieben Geräte beschlagnahmt und bereits am nächsten Tag wieder
neue Automaten angeliefert. Pech für die Täter, denn sie wurden dabei
von der Finanzpolizei beobachtet und die Glücksspielgeräte in
weiterer Folge erneut beschlagnahmt.

Gegen die Betreiber sämtlicher Lokale wird nun ein Verfahren nach dem
Glücksspielgesetz eingeleitet.

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