Rübig: "Verpasste Chance für Cybersicherheit"

EU-Initiative für Cybersicherheit dringend nötig aber aufgeschoben/Cyberkriminalität nimmt zu

Straßburg (OTS) - "In nur fünf Jahren könnten weltweit schon bis zu 22,3 Milliarden Geräte über das Internet der Dinge miteinander verbunden sein. Dadurch entstehen auch neue Möglichkeiten für Cyberkriminalität. Jeder Bürger wird über kurz oder lang davon betroffen sein. Bei der Abwehr von Cyberkriminalität müssen wir daher effektiver zu werden, das hat höchste Priorität. Mit dem rumänischen EU-Vorsitz war es aber leider nicht möglich, hier einen Erfolg zu erzielen. Das ist eine verpasste Chance“, sagt der ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig, Telekom- und Industriesprecher der Europäischen Volkspartei, zur heutigen Plenarabstimmung über die Position des Europaparlaments für ein neues EU-Cybersicherheits-Kompetenzzentrum.

"Denn Bürger, Unternehmen, die Verwaltung und unsere politischen Systeme werden zunehmend im digitalen Bereich attackiert, die Cyberkriminalität wird immer komplexer. Nur wenn wir unsere Kräfte bündeln und gut koordinieren, können wir für die Cybersicherheit in Europa zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und der Wirtschaft sorgen", sagt Rübig. "Denn Cybersicherheit ist auch eine Chance mit großem Marktpotenzial. Wir müssen die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Bereich selbstständig abdecken, damit wir unseren Anteil an diesem rasch wachsenden Markt gegen die große Konkurrenz aus den USA und Asien sichern können."

"Das Cybersicherheitszentrum und sein Netzwerk aus nationalen Koordinierungsstellen soll eng mit Fachhochschulen und Universitäten zusammenarbeiten und dabei helfen, Ergebnisse von Forschung und Entwicklung rasch auf den Markt und zu den Menschen zu bringen. Standardisierung und Zertifizierung von Cybersicherheits-Produkten und -Dienstleistungen könnten so vereinfacht und beschleunigt werden", sagt Rübig. "Und die Ausbildung muss dringend und konsequent gefördert werden. Denn sonst könnten bis 2022 bis zu 350.000 gut ausgebildete Cybersicherheits-Experten fehlen."

Die Position des Europaparlaments zum geplanten Cybersicherheit-Kompetenzzentrum ist die Basis für neue Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten nach den Europawahlen im Mai.

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