- 15.04.2019, 12:20:11
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Bildgewaltiges Finale der „Universum“-Reise durch „Die Anden“
„Patagoniens wildes Rückgrat“ am 16. April um 20.15 Uhr in ORF 2
Utl.: „Patagoniens wildes Rückgrat“ am 16. April um 20.15 Uhr in ORF
2 =
Wien (OTS) - Die „Torres del Paine“ – drei steile Granitnadeln bis zu
2.800 Metern Höhe – überragen weithin sichtbar den gleichnamigen
Nationalpark in Chile. Dort liegt das Reich der Pumas. Im Alter von
drei Monaten nimmt die Puma-Mutter ihre Jungen mit auf die Jagd.
Jetzt müssen sie lernen, wie man sich unauffällig anschleicht. Beim
ersten Ausflug sind die Kleinen aber viel zu neugierig und ungeduldig
– und machen auch den Jagderfolg ihrer Lehrmeisterin zunichte. Der
dritte und letzte Teil von Christian Baumeisters neuer
„Universum“-Trilogie über „Die Anden“ (ORF-Bearbeitung: Jutta Karger)
führt am Dienstag, dem 16. April 2019, um 20.15 Uhr in ORF 2 in den
Süden Südamerikas, nach Patagonien.
Als „lebende Fossilien“ stehen Araukarien an den Hängen der
patagonischen Anden. Diese Bäume gab es hier sogar schon, bevor es
das Gebirge gab. Bereits vor 200 Millionen Jahren – zur Zeit der
ersten Dinosaurier – standen die Baumriesen da. Heute sind es Vögel,
vor allem Smaragdsittiche, die am weitesten südlich lebenden
Papageien, die sich an den Zapfen der Araukarien gütlich tun. Einen
wichtigen Beitrag zur Verbreitung der Bäume leistet auch – eine Etage
tiefer – die Anden-Langkrallen-Maus. Ihr schneller Stoffwechsel
zwingt die Maus, immer für Nahrungsvorräte zu sorgen. Sie frisst,
verschleppt und vergräbt die Samen der Araukarie. Aus den Depots, die
sie nicht wiederfindet, wachsen wieder neue Bäume.
Es gibt in Patagonien aber auch artenreiche Urwälder, wie den
Valdivianischen Regenwald. Er ist weit weniger bekannt als der
Amazonas-Dschungel und doch einer der üppigsten Regenwälder der Welt.
90 Prozent der Arten, die hier zu Hause sind, gibt es nirgendwo
sonst. Eine dieser Raritäten ist der Darwin-Nasenfrosch, der seine
Nachkommen auf besondere Weise beschützt: Das Männchen verstaut den
befruchteten Laich in seiner Schallblase, wo die Eier zu kleinen
Fröschen heranreifen. Dann würgt der Vater sie wieder heraus. Der
Darwin-Hirschkäfer ist neun Zentimeter lang, die Hälfte davon sind
die zu Scheren ausgebildeten Mundwerkzeuge. Zur Paarungszeit liefern
sich rivalisierende Männchen schonungslose Ringkämpfe um das
Weibchen. Meist gibt dabei die größere Reichweite der Scheren den
Ausschlag.
Wenn es dem Puma-Weibchen gelungen ist, ein Guanako zu schlagen,
heißt das noch keineswegs, dass die Raubkatze und ihre Jungen sich
werden sattfressen können. Ist die Beute nicht gut genug versteckt,
treten sofort Nahrungskonkurrenten auf den Plan. Patagonische Füchse
sichern sich rasch ein paar Happen, während das Pumaweibchen die
Jungen heranholt. Der Andenkondor erscheint am Himmel, sobald
tagsüber die Aufwinde stark genug werden, ihn zu tragen. Mit seinen
drei Metern Flügelspannweite zieht er unermüdlich Kreise, immer auf
der Suche nach Kadavern. Vor dem Kondor zeigen die anderen Respekt.
Doch seine Größe ist zugleich des Kondors größtes „Handicap“:
Vollgefressen braucht der riesige Vogel eine günstige Startbahn, um
wieder abheben zu können. Gelingt es dem Pumaweibchen, das erbeutete
Guanako an einem Ort zu deponieren, wo Kondore schlecht wieder
abfliegen können, ist der Kadaver vor den Vögeln sicher.
Bereits wenige Tage nach dem Schlupf sind junge Sturzbachenten bereit
zu ihrem ersten Ausflug: Die Eltern locken ihre Küken ins eiskalte
Gletscherbachwasser. Sie füttern sie nicht, lotsen die Jungen aber zu
den Futtergründen. Im sauerstoffreichen Wasser leben viele
Insektenlarven, ihre Hauptnahrung. Sturzbachenten können bis zu 18
Sekunden lang tauchen. Besonders für die Küken ist es aber wichtig,
nicht in die starke Strömung zu geraten, sondern in Ufernähe zu
bleiben. Nach dem aufregenden ersten Ausflug tut eine Rast im Schutz
der elterlichen Flügel gut.
Die dreiteilige „Universum“-Serie wurde an mehr als 500 Drehtagen in
sechs Ländern gedreht. Immer wieder stellte die unwirtliche, schwer
zugängliche Bergwelt das Filmteam vor schwierige logistische
Aufgaben. Modernste Naturfilmtechnik, Aufnahmen in 4K mit Drohnen und
Ultrazeitlupenkameras entführen das Publikum in die raue, aber
faszinierende Welt der Anden. Der Dreiteiler entstand als
Koproduktion von ORF, WDR, Smithsonian Networks, NDR, ARTE, SRF und
SVT.
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