- 12.04.2019, 14:29:50
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„Thema“ über Gewalt, Drill und Demütigung – die Ballettakademie der Staatsoper
Am 15. April um 21.10 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 15. April um 21.10 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 15. April 2019, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Gewalt, Drill und Demütigung – die Ballettakademie der Staatsoper
Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses, sexuelle Belästigung und
möglicherweise auch Körperverletzung. Nach Bekanntwerden der
mutmaßlichen Übergriffe an der Akademie des Wiener
Staatsopernballetts ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Eine
Lehrerin wurde entlassen, ein Lehrer vom Dienst freigestellt. Hinter
diesen Vorwürfen steckt ein System aus Drill, Gehorsam und beinhartem
Training. „16-Stunden-Tage von sieben Uhr früh bis um 23.00 Uhr am
Abend waren für zehnjährige Kinder immer wieder Arbeitsalltag“,
erzählt eine ehemalige Schülerin der Akademie. Berichtet wird von
Mädchen, die nicht dünn genug sein können und in Essstörungen
getrieben werden, von körperlicher und psychischer Überforderung, die
als Schwäche betrachtet wird. Katharina Krutisch, Oliver Rubenthaler
und Christoph Feurstein haben die Ballettakademie der Wiener
Staatsoper besucht. Sie sprechen mit Verantwortlichen sowie mit
Tänzerinnen und Tänzern, deren Traum von der Profikarriere viel Blut,
Schweiß und Tränen gekostet hat oder bereits davor zerplatzt ist.
Zu diesem Thema diskutiert auch Claudia Reiterer am 14. April „IM
ZENTRUM“ mit prominenten Gästen.
Josef Hartmann – der Mann, der Missbrauch in der Kirche öffentlich
machte
Es war ein Skandal, der eine Lawine ausgelöst hat und bis heute
nachwirkt: Josef Hartmann war 1995 das erste Opfer von Missbrauch in
der Kirche, das an die Öffentlichkeit ging. In einem
„profil“-Interview sagte er, dass er als Zögling des Knabenseminars
Hollabrunn von seinem Religionslehrer, dem späteren Kardinal Hans
Hermann Groer, sexuell missbraucht wurde. Ein Aufschrei der
Entrüstung ging durch die Kirche. Viele verteidigten Groer. Hartmann
wurde zum Verleumder gestempelt. Doch nach seinem mutigen Schritt
meldeten sich immer mehr Opfer. Der Kardinal musste schließlich
gehen. Heute bemüht sich die Kirche um Aufarbeitung und Opferschutz.
Was wurde aus dem Mann, ohne den diese Bewegung in der Kirche
vielleicht nie zustande gekommen wäre? Sabina Riedl hat Josef
Hartmann auf dem elterlichen Bauernhof im Weinviertel besucht und ein
Treffen mit Kardinal Schönborn organisiert.
Gerettete Kindheit – 70 Jahre SOS-Kinderdorf
Im April 1949 gründet der Arzt Hermann Gmeiner in Imst in Tirol das
erste SOS-Kinderdorf. Er wollte Kriegswaisen ein Zuhause geben.
Gmeiners Idee wird zum Welterfolg: In 135 Ländern gibt es heute
SOS-Kinderdörfer mit 600.000 Kindern. Die Geschwister Herbert, Ingo,
Sascha und Eva-Maria haben vor 39 Jahren im SOS-Kinderdorf in
Moosburg in Kärnten ein neues Zuhause gefunden. Im Gespräch mit
Sabina Riedl erinnern sie sich, wie sie damals zum ersten Mal in
ihrem Leben Stabilität und Geborgenheit erlebt haben.
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