Plattform Industrie 4.0 Österreich als Best Practice in OECD-Studie zu digitaler Innovation und Chancen für die Innovationspolitik

Österreichisches Erfolgsmodell in London persönlich vorgestellt

Wien/London (OTS) - Gestern präsentierte die OECD in London den Report „Digital Innovation: Seizing Policy Opportunities“, der den Einfluss der Digitalisierung auf Innovationspolitik unter die Lupe nimmt und auslotet, wie das Potenzial digitaler Technologien für Innovation und Wachstum genutzt werden kann. Die Studie ist das Ergebnis eines dreijährigen Prozesses, in dem Experten, Entscheidungsträger und Anwender aus dem OECD-Raum und weiteren Ländern ihr Wissen und Best Practices zusammengetragen haben. Eines dieser Best Practices ist die Plattform Industrie 4.0 Österreich, deren Geschäftsführer Roland Sommer das Erfolgsmodell in London persönlich vorstellte.

Im Report werden acht Best Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Ländern vorgestellt, die als Leuchtturmprojekt Modellcharakter für andere Regionen haben können – darunter die Plattform Industrie 4.0 Österreich. Beispielhaft ist Arbeitsweise und Struktur der Plattform, die alle relevanten gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stakeholder zusammenbringt, um die zukünftige Produktions- und Arbeitswelt mitzugestalten – mit dem Ziel, neue technologische Entwicklungen und Innovationen bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen.

Der Report kommt zum Schluss, dass die Auswirkungen der Digitalisierung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen überraschend ähnlich sind. Beispiele aus der Landwirtschaft, dem Automobilsektor und dem Einzelhandel untermauern dies.

Der Report kommt zu folgenden Schlüssen:

  • Daten sind ein Schlüssel für fast alle Innovationen. Datenanalysen ermöglichen völlig neue Geschäftsmodelle, von intelligenter Landwirtschaft über On-Demand-Mobilitätsdienste bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen. Entscheidend ist auch der Zugang zu Daten.
  • Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen steht im Zentrum der Innovation. Digitale Technologien ermöglichen produzierenden Betrieben, neue Services als Ergänzung zu bestehenden Produkten zu entwickeln und Dienstleistungsmodelle wie Vermieten und Teilen voranzutreiben.
  • Innovationszyklen werden mithilfe virtueller Simulation, 3D-Druck und anderer digitaler Technologien deutlich beschleunigt. Dadurch werden Unternehmen experimentierfreudiger und die Produktentwicklung beschleunigt.
  • Innovationsökosysteme müssen offen und vielfältig sein. Neue digitale Tools wie Crowdsourcing-Plattformen werden zunehmend eingesetzt, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Innovationen im digitalen Zeitalter erfordern mehr denn je die Kombination von Projektwissen und Datenanalysefähigkeiten.
  • Der rasche technologische Wandel erfordert eine flexiblere Innovationspolitik, die auch in kurzfristigen Zyklen Projekte umsetzt und ausprobiert.
  • Digitale Technologien und digitale Innovationen müssen insbesondere KMU zugänglich gemacht werden.

Der gesamte OECD-Report Report „Digital Innovation: Seizing Policy Opportunities“ kann hier eingesehen werden, auch eine Executive Summary ist verfügbar.

Über die Plattform Industrie 4.0 Österreich

Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung 2015 durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gemeinsam mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu einem etablierten Kompetenzträger zum Thema Industrie 4.0 entwickelt. Der Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation und Qualifikation zu forcieren und zu einer qualitätsvollen Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen. Das Ziel ist, die neuen technologischen Entwicklungen und Innovationen der Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen und den Wandel für die Gesellschaft sozialverträglich zu gestalten. Weitere Informationen unter www.plattformindustrie40.at

Rückfragen & Kontakt:

Verein Industrie 4.0 Österreich – die Plattform für intelligente Produktion
Jasmina Schnobrich-Cakelja
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Brandenstein Communications
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