Grüne NÖ: Behördenskandal bei Rodungen für Mönichkirchner Skischaukel

Helga Krismer: Land NÖ und seine Gesellschaften biegen sich Gesetze zurecht – Grüne versuchen Projektstopp im NÖ Landtag

Auf Grund der bisherigen Verfahrensmängel und des noch durchzuführenden naturschutzrechtliche Verfahren ist eine Rodung des Waldes in Mönichkirchen zu stoppen. Daher stellen die Grünen NÖ in der heutigen Landtagssitzung einen Antrag auf Stopp für den Parkplatzbau und werden die NÖ Abgeordneten beim Wort nehmen, ob sie einen derartigen Sumpf im Verfahrensablauf des Landes mittragen oder sich für geltende Gesetze für alle einsetzen. Solche Zustände und Verfahrensskandale erinnern an andere Länder, haben aber in Niederösterreich im Sinne der BürgerInnen nichts zu suchen
Helga Krismer

St. Pölten (OTS) - Wie berichtet, soll in der niederösterreichischen Tourismusgemeinde Mönichkirchen für den Skibetrieb eine weitere massive neue Parkfläche mit 246 Auto-Stellplätzen für den Wintertourismus entstehen. Dafür werden in den nächsten Wochen 1,2 Hektar Wald gerodet. Die Landessprecherin der Grünen NÖ Helga Krismer kritisiert nach Vorlage der Unterlagen nun Land NÖ und seine Gesellschaften massiv: „Das Verfahren wird fragwürdig abgewickelt. Ohne Beweise und Prüfungen hinsichtlich Fremdenverkehr und Feuerwehrzufahrten, ohne naturschutzfachlicher Untersuchung wird die Rodung forstrechtlich vorher bewilligt. Die ÖVP verwechselt ihr Interesse mit öffentlichen Interesse, das auf dem Prüfstand steht. Und: Die NÖ Landesregierung soll sich Konzepte bei den besten Skigebieten abschauen, z.B. Serfaus und in der Schweiz autofreie Dörfer. Wenn die Autos im Dorf das Problem sind, dann bringt man Lebensqualität mit Skitaxis und Skibussen für Gäste und Einheimische ins Dorf.“

Fakt ist, es soll gerodet werden obwohl noch offen:

  • Das Bauverfahren ist noch ausständig
  • Das Naturschutzverfahren ist noch ausständig
  • Das Widmungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen

Die Erholungsfunktion des Waldes ist Klasse 3. Das ist die höchste Klasse, daher war ein Nachweis des öffentlichen Interesses zu erbringen. Im aktuellen Verfahren wird vom Land NÖ und ihren Gesellschaften nicht hinterfragt, ob es überhaupt zu einem Parkplatz kommen kann, insbesondere im Zusammenhang mit Einwendungen im Naturschutz- oder Bauverfahren. Eine alternative Lösung wurde ebenso nicht untersucht.

„Die ÖVP versucht mit ihrer Macht einen Skitourismus gegen Mensch und Natur durchzusetzen. In einem vergleichbaren Verfahren hat die steirische Forstbehörde einen Rodungsbescheid mit öffentlichem Interesse erst nach Vorliegen aller anderen Bescheide ausgestellt (Forstgesetz ist Bundesgesetz!). Nicht in Niederösterreich: hier verwechselt die Mehrheitspartei ÖVP öffentliches Interesse mit Interessen einer Landes-Gesellschaft! Auf Grund der bisherigen Verfahrensmängel und des noch durchzuführenden naturschutzrechtliche Verfahren ist eine Rodung des Waldes in Mönichkirchen zu stoppen. Daher stellen die Grünen NÖ in der heutigen Landtagssitzung einen Antrag auf Stopp für den Parkplatzbau und werden die NÖ Abgeordneten beim Wort nehmen, ob sie einen derartigen Sumpf im Verfahrensablauf des Landes mittragen oder sich für geltende Gesetze für alle einsetzen. Solche Zustände und Verfahrensskandale erinnern an andere Länder, haben aber in Niederösterreich im Sinne der BürgerInnen nichts zu suchen“, schließt Helga Krismer ab.

Rückfragen & Kontakt:

Michael Pinnow
Pressesprecher der Grünen NÖ

Die Grünen im NÖ Landtag
Neue Herrengasse 1/Haus 1/2. Stock
3100 St. Pölten
Telefon Büro: 02742/9005 16702
Telefon mobil: 0676/944 72 69
michael.pinnow@gruene.at
www.noe.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRN0001