• 03.04.2019, 12:28:15
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AKUTteam NÖ zieht Bilanz über das Jahr 2018

LR Eichtinger: Knapp 700 Einsätze im Vorjahr

Utl.: LR Eichtinger: Knapp 700 Einsätze im Vorjahr =

St. Pölten (OTS/NLK) - Das AKUTteam NÖ hat im Jahr 2018 mehr als
2.500 Menschen nach einem plötzlichen Ereignis professionell betreut,
in knapp 700 Einsätzen konnten Betroffene nach einem Notfall
unterstützt werden. Über diese Zahlen, Daten und Fakten informierten
heute Landesrat Martin Eichtinger, Notruf NÖ Geschäftsführer Christof
Constantin Chwojka und Sandra Pitzl vom AKUTteam NÖ bei einer
Pressekonferenz in St. Pölten.

„Jedem Menschen kann jederzeit ein Notfall, ein Verlust oder eine
akute Krise ereilen und niemand kann vorhersehen, wie man darauf
reagiert und was man in einer solchen Situation braucht“, sagte der
Landesrat. „Die professionelle Unterstützung des AKUTteams kann
zumindest in den ersten Stunden und Tagen dazu beitragen, eine Form
des Umgangs mit der aktuellen Situation zu finden“, meinte
Eichtinger. Die Betreuung erfolge durch Psychologinnen und
Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen
und Ärzte mit psychotherapeutischer Ausbildung sowie erfahrene
Fachkräfte im Sozialbereich. „Die mobile Betreuung kann bis zu sechs
Stunden in Anspruch genommen werden“, unterstrich Eichtinger.

„Seit dem Jahr 2017 agiert das AKUTteam unter der Trägerschaft von
Notruf NÖ“, sprach der Landesrat einen weiteren Aspekt an. „Hier
werden Synergien genutzt, so wurde beispielsweise die interne
Einsatzverrechnung auf neue, elektronische Abläufe umgestellt.
Weiters werden die vorhandenen Ressourcen von Notruf NÖ wie
Verwaltung, Ausbildungsmanagement und Technik genutzt“, erinnerte
Eichtinger.

„Der überwiegende Teil der Einsätze, nämlich knapp ein Viertel, fand
nach Todesfällen im häuslichen Bereich statt“, führte der Landesrat
weiter aus. „Weitere 20 Prozent der Einsätze entfielen auf die
Betreuung von Angehörigen nach Suiziden, sowie knapp 13 Prozent der
Einsätze erfolgten nach Unfällen mit Todesfolge. Es musste auch nach
Suizidversuchen, akuten Krisen, Gewaltverbrechen oder auch nach
Elementarereignissen wie Großbränden interveniert werden“, so
Eichtinger.

Das Netzwerk wird stetig verbessert und eröffnet neue Möglichkeiten,
noch intensiver zu kooperieren und das Angebot für die Bürgerinnen
und Bürger zu erweitern. „Ein zukünftiger Schwerpunkt wird die
Integration der Sozialarbeit in die Versorgung sein“, sagte der
Landesrat. „Aktuell wird an einem Projekt gearbeitet, das Anfragen
von Hilfe fächerübergreifend einteilt und die Personen mit
unterschiedlichen Problematiken zu den passenden Institutionen
leitet. Niederösterreich wird dieses Modell sehr gerne den anderen
Bundesländern zur Verfügung stellen“, informierte er. „Mein Dank gilt
allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für ihre Mitmenschen da
sind und in den schwierigen Stunden helfen“, so Eichtinger
abschließend.

Notruf NÖ Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka sagte, dass es
„dringend mehr Angebote für Angehörige von zu pflegenden Personen
braucht. Ein intakter Familienverband ist sehr wichtig.“ Sandra
Pitzl, fachliche Leiterin AKUTteam NÖ, ergänzte: „Unsere Betreuung
läuft sehr oft im Hintergrund ab. Die positiven Rückmeldungen der
Betroffenen zeigen uns, dass die Angebote vom AKUTteam wichtig sind.“

Nähere Informationen beim Büro LR Eichtinger unter 02742/9005-13443,
Stefan Kaiser, und E-Mail [email protected], www.144.at,
www.notrufnoe.at, www.akutteam.at

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