- 01.04.2019, 12:44:12
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Villa Hagen in Linz: Kurz erhöht Druck auf FPÖ
Linz (OTS) - Zur Causa um die Villa Hagen fordert Bundeskanzler
Sebastian Kurz (VP) im Gespräch mit den OÖNachrichten von der FPÖ
eine Reaktion ein. Es brauche eine klare Abgrenzung aller politisch
Verantwortlichen von extremen und radikalen Gruppierungen wie den
Identitären, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) in einer Reaktion
auf die Berichte rund um die Villa Hagen und die dort eingemieteten
Identitären. Wie berichtet, gehört das Haus einem Verein, dessen
Mitglieder teilweise FPÖ-Funktionäre sind. Außerdem ist dort auch die
Burschenschaft Armenia Czernowitz eingemietet, der einige namhafte
FPÖ-Mitglieder angehören.
„Rechtsradikale sind um nichts besser als islamistische Extremisten.
Beide radikalen Ideologien stellen für unser Land eine Gefahr dar und
haben in unserer freien und liberalen Gesellschaft keinen Platz“, so
Kurz.
Vizekanzler Heinz Christian Strache (FP) hatte vergangene Woche
bekräftigt, dass die FPÖ nichts mit der Identitären Bewegung zu tun
hat und Identitäre keine Funktionen in der FPÖ ausüben dürfen. „Das
war eine wichtige Klarstellung“, sagt Kurz.
Nachdem am Wochenende bekannt geworden ist, dass sich Identitäre und
FPÖ-Funktionäre in Linz ein Haus teilen, erwartet sich der
Bundeskanzler, dass die FPÖ für Aufklärung sorgt und gegebenenfalls
durchgreift. „Ich dulde keinen schwammigen Umgang mit dieser
rechtsextremen Bewegung. Daher erwarte ich, dass die FPÖ klar
Position bezieht und wenn es hier Verbindungen gibt, auch durchgreift
und diese trennt. Jede Art der Verflechtung zu den Identitären gehört
aufgelöst. Wegschauen geht nicht“, so der Bundeskanzler.
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