• 28.03.2019, 13:25:45
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  • OTS0186

Innovative Programme für Betreuung und Pflege

Landesrätin Wiesflecker: Umgang mit Demenz und Personalfrage als größte Herausforderungen

Utl.: Landesrätin Wiesflecker: Umgang mit Demenz und Personalfrage
als größte Herausforderungen =

Begenz (OTS) - Damit junge Menschen während ihres Praktikums in
der Hauskrankenpflege oder in einem Heim vom Fachpersonal aufmerksam
und gut betreut und angeleitet werden können, stellen Land und
Gemeinden für diese Praxisanleitung zusätzliche Mittel zur Verfügung.
Ab März 2019 können die Arbeitgeber diesen Mitarbeitenden eine
finanzielle Zulage gewähren, die Land und Gemeinden refundieren.

Einen Meilenstein, um zusätzliche Fachkräfte für den Betreuungs-
und Pflegebereich auszubilden, haben Land und Arbeitsmarktservice
bereits 2011 mit der Einführung der connexia Implacementstiftung
Betreuung und Pflege gesetzt. Die Fachleute der Stiftung bieten
Menschen, die auf Arbeitsuche sind bzw. sich beruflich neu
orientieren wollen, im persönlichen Gespräch Informationen und
Beratung rund um die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im
Betreuungs- und Pflegebereich an. Das Interesse ist groß: Im Jahr
2018 wurden 178 Personen neu in die Stiftung aufgenommen, somit
nahmen mit Ende 2018 insgesamt 364 Personen dieses
Unterstützungsangebot in Anspruch. Seit Bestehen dieses Angebots
haben 562 Frauen und Männer eine Ausbildung im Betreuungs- und
Pflegebereich absolviert und stehen als Fachkräfte zur Verfügung.
"Somit ist die connexia Implacementstiftung Betreuung und Pflege zu
einem der bedeutendsten Instrumente der Personalrekrutierung für die
Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen geworden", hielt Landesrätin
Wiesflecker fest.

Engagement der Aktion Demenz

Ziel der Aktion Demenz ist nicht nur Information und
Sensibilisierung, sondern auch eine wertschätzende Haltung für
dementiell erkrankte Menschen, betonte Projektleiterin Daniela Egger.
Mit einer Reihe ungewöhnlicher Aktionen wurde dem Thema Demenz in den
letzten Jahren zu großer öffentlicher Aufmerksamkeit verholfen. So
öffnen etwa das vorarlberg museum, das Kunsthaus Bregenz oder die
inatura von sich aus ihre Türen mit einem speziellen Angebot für
Menschen mit Demenz und deren Betreuungspersonen. Und Kneipp-Vereine
und andere Sportvereine nützen Fortbildungsangebote zum Thema Demenz
und sorgen dafür, dass auch älter werdende Mitglieder "am Ball"
bleiben können, selbst wenn sich allmählich eine demenzielle
Veränderung zeigt. Eine wichtige Säule sind die 43 Modellgemeinden in
Vorarlberg, die mehr als zwei Drittel der Bevölkerung repräsentieren.

Gerontopsychiatrische Schwerpunkte

Da das Zusammenleben mit Menschen mit Demenz die Gesellschaft als
Ganzes betrifft, gilt es die gerontopsychiatrische Kompetenz in den
unterschiedlichen Versorgungsbereichen, sowohl im häuslichen wie auch
im institutionellen Lebensumfeld zu stärken, erklärte
connexia-Geschäftsführer Martin Hebenstreit. Er verwies dabei auf
drei Projekte: Die "Ambulante gerontopsychiatrische Pflege" in
Kooperation mit den örtlichen Krankenpflegevereinen sowie die an vier
Standorten – in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Nüziders – erprobte
neue Form der "Tagesbetreuung mit gerontopsychiatrischem Schwerpunkt"
und die "Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Kompetenz in
Pflegeheimen", bei der schon 40 der 51 Vorarlberger Heime mitmachen.
"Alle diese Schwerpunkte haben das Ziel, die qualitative Versorgung
von psychisch Erkrankten sicherzustellen bzw. zu verbessern", so
Hebenstreit.

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