Preiner: ÖVP verharmlost Pestizideinsatz in der Landwirtschaft

SPÖ-Agrarsprecher fordert: „Weg mit dem Gift – Bio-Wende jetzt“

Wien (OTS/SK) - Glyphosat ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit krebserregend. Chlorpyrifos ist ein Nervengift, das die Entwicklung des Gehirns vor allem bei Kleinkindern schädigt. In einem Interview mit dem ORF verharmlost ÖVP-Agrarsprecher Strasser die Gefahr des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. „Mehr als 30 Jahre ist das Landwirtschaftsressort in Händen der ÖVP, mehr als 30 Jahre wurden die industrielle Landwirtschaft, die Agrarkonzerne und Landwirtschaftsindustrie forciert und gefördert, gleichzeitig wurde der Einsatz von Pestiziden gut geheißen“, kritisiert SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner. ****

Laut Aussage von Bauernbundpräsident Strasser seien die österreichischen Insekten davon aber nicht betroffen. „Strasser sieht kein Problem in der industriellen Landwirtschaft“, so Preiner. Kleinteilige Landwirtschaft ist laut Strasser nicht möglich, weil „durch drastischen Personalmangel bei den Bauern ausländische Arbeitskräfte notwendig sind und die Gemüseproduktion in Österreich ohnehin in Gefahr ist“.

„Nicht neuerliche Notfallzulassungen von Pestiziden ankündigen und Verunsicherung schüren. Sofortiges Verbot, Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe dort, wo hoher Bedarf besteht. Dem Höfesterben entgegenwirken, nicht das Höfesterben herbeireden. Das ist Aufgabe des Bauernbundes, der Ministerin und der Bundesregierung“, so der SPÖ-Agrarsprecher.

Das Insektensterben hat weltweit bedrohliche Ausmaße angenommen. Die Lebensräume der Insekten sind laut Studien vor allem durch die industrielle Landwirtschaft und den hohen Einsatz von chemischen Stoffen bedroht. Insekten sind laut einer aktuellen Studie zu 80 Prozent dafür zuständig, dass durch Bestäubung eine Wertschöpfung in der Landwirtschaft von bis zu 15 Milliarden Euro in der EU erzielt werden kann. „Weg mit dem Gift. Bio-Wende jetzt“, fordert Preiner abschließend. (Schluss) mr/rm/mp

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