- 23.03.2019, 08:00:16
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„profil“: Grassers Ex-Kabinettschef Traumüller sieht Haider als möglichen Buwog-Profiteur
FPÖ-Politiker und Haider-Vertrauter Detlev Neudeck hatte „offensichtlich politische Insider-Informationen aus Kärnten“.
Utl.: FPÖ-Politiker und Haider-Vertrauter Detlev Neudeck hatte
„offensichtlich politische Insider-Informationen aus Kärnten“. =
Wien (OTS) - In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins
„profil“ bezeichnet Heinrich Traumüller nicht Ex-Finanzminister
Karl-Heinz Grasser als etwaigen Profiteur der Buwog-Affäre, sondern
den verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Traumüller –
er war Kabinettschef im Finanzministerium unter Grasser und später
als Beamter maßgeblich in die Buwog-Privatisierung involviert – legt
im „profil“-Interview seine Sichtweise der Affäre dar. „Die
Entscheidung traf Jörg Haider“, so Traumüller.
Traumüller baut seine Indizienkette auf eine Sitzung im
Finanzministerium im Juni 2004 auf, an der neben Grasser und ihm
selbst unter anderem auch der damalige FPÖ-Wohnbausprecher und
Haider-Vertraute Detlev Neudeck teilgenommen habe. Bei dieser Sitzung
wurde auch die Zahl von 960 Millionen Euro im Zusammenhang mit einem
Angebot der CA Immo genannt. Neudeck hatte „offensichtlich politische
Insider-Informationen aus Kärnten“, so Traumüller gegenüber „profil“.
Walter Meischberger hatte im Buwog-Prozess ausgesagt, er habe die
Zahl 960 Millionen von Jörg Haider erfahren.
Erst Haiders Verzicht auf ein politisch zugesagtes Vorkaufsrecht
des Landes Kärnten auf die Kärntner Wohnbaugesellschaft ESG gab den
Ausschlag für den Verkauf an das Immofinanz-Konsortium. Die
Behauptung, die Privatisierung sei ein jahrelang abgekartertes Spiel
unter Federführung Grassers gewesen, sei „blanker Unsinn“, so
Traumüller.
Traumüller kündigt an, er werde bei seinem Auftritt als Zeuge im
Buwog-Prozess am 26. März die besagten Geschehnisse noch einmal
„umfangreich darlegen“. Warum geht er erst jetzt an die
Öffentlichkeit? Vor dem Korruptions-U-Ausschuss im Parlament 2012
„habe ich die Namen Neudeck und Haider durchaus am Rand erwähnt“, so
Neudeck. Aber: „Der Ausschuss war chaotisch, und er war nur an Spuren
zu KHG interessiert.“
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