BV Nossek verärgert über plötzliche Umsiedlung von 180 BewohnerInnen des Pensionistenwohnhauses Türkenschanze

Nossek erwartet umsichtigere Vorgangsweise und wird Gespräch mit der Stadt suchen

Wien (OTS) - Das Pensionistenwohnhaus an der Türkenschanze wird umgebaut. Etwa zwei Drittel der jetzigen Appartements werden bis zum Herbst 2021 in Zimmer für stationäre Pflege umgewandelt. 180 der jetzigen rund 320 BewohnerInnen müssen das Haus verlassen und bis Sommer 2020 in andere Wohnhäuser der Stadt Wien übersiedelt sein.

Dies hat der Bezirk am Mittwoch mehr oder weniger zeitgleich mit den BewohnerInnen des Hauses Türkenschanze erfahren. „Ich kann die mittelfristige Strategie, mehr Pflegekapazität zur Verfügung zu haben, nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich, wie man mit den BewohnerInnen umgeht,“ zeigt sich Bezirksvorsteherin Silvia Nossek verärgert.

„Diese Menschen haben sich sehr bewusst dafür entschieden, ihre Wohnungen aufzugeben und in dieses Haus zu ziehen – im Vertrauen darauf, dass das der letzte Ortswechsel, die letzte Umgewöhnung in ihrem Leben ist. Hier kennen sie die Umgebung, viele haben auch davor ein Leben lang im Bezirk gewohnt, viele haben ihr Netz von Bezugspersonen im näheren Umfeld“, so Nossek.

Die Bezirksvorsteherin kritisiert auch die Nicht-Information von Seiten des Fonds Soziales Wien und des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: „Das Haus an der Türkenschanze ist eine wichtige Institution im Bezirk. Und es geht um BewohnerInnen von Währing. Dass es hier keine frühzeitige und bis heute keine offizielle Information an den Bezirk gegeben hat, ist mir völlig unverständlich.“

Die bereits geplante Sprechstunde nächste Woche im Haus will Nossek dazu nutzen, sich vor Ort ein Bild von den Sorgen der BewohnerInnen zu machen. Außerdem wird sie in den nächsten Tagen das Gespräch mit Stadtrat Hacker und den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung suchen: „Ich fordere den Fonds Soziales Wien und das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser dringend auf, über eine andere Vorgangsweise nachzudenken, und diesen Menschen, die sich ihnen anvertraut haben, diese Zumutung zu ersparen.“

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