ÖIG-Präsident und Wiener GR-Abgeordneter in Personalunion verhindert Podium mit jüdischen Aktivisten

Ehemaliger südafrikanischer Freiheitskämpfer darf nicht im Gartenpalais Schönborn auftreten

Wien (OTS) - Der ehemalige südafrikanische Freiheitskämpfer, Anti-Apartheidsaktivist und Regierungvertreter Ronnie Kasrils ist in öffentlichen Räumen der Stadt Wien unerwünscht. Wie der Direktor des Volkskunde Museums mitteilte, könne der Mietvertrag mit BDS Austria nach einem dringlichen Gespräch mit Vertretern der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft nicht eingehalten werden. Die ÖIG hatte Museumsdirektor Matthias Beitl einen Beschluss des Gemeinderates vorgelegt, dem zufolge "keine Zusammenarbeit" mit "der antisemitischen BDS-Bewegung" gestattet sei.

Den betreffenden Antrag hatte der Präsident der ÖIG, Peter Florianschütz (u.a.) in seiner Funktion als Gemeinderat im Juni 2018 eingebracht und offenbar durchgebracht. Die Intervention des österreichischen ÖIG-Präsidenten sorgt damit in einer Personalunion dafür, dass dem 80jährigen jüdischen Aktivisten und Weggefährten Nelson Mandelas aus Südafrika der Mund verboten werden soll.
Die Podiumsdiskussion mit Ronnie Kasrils am 29.3.2019 findet dennoch statt. Als Ersatzort konnte das Hotel Triest reserviert werden.

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