Gutachten positiv: Sölden setzt wichtigen Schritt zur Kraftwerksbewilligung Gurgler Ache

Sölden/Innsbruck (OTS) - Die Gemeinde und die Wasserkraft Sölden setzen mit der Einbringung von drei ergänzenden Gutachten zu den Bereichen Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft und Gewässerökologie den nächsten wichtigen Schritt im Bewilligungsverfahren für das Kraftwerk Gurgler Ache (KW Gurgler Ache) im hinteren Ötztal.

  • KW Gurgler erhält energiewirtschaftliche Spitzenwerte und ist für die Stromautonomie des Ötztals von großer Bedeutung
  • Das wasserwirtschaftliche Gutachten belegt den hohen Nutzungsgrad des Wasserkraftpotentials durch das KW Gurgler Ache
  • Der Gewässerzustand bleibt laut gewässerökologischem Gutachten unbeeinträchtigt

Das energiewirtschaftliche Gutachten bewertet das Projekt sehr positiv und kommt zu dem Ergebnis, dass es sowohl in den Bereichen Ausbaugrad als auch Überschreitungsdauer die mögliche Höchstpunktzahl erreicht. Das KW Gurgler Ache wird bei vergleichsweise kleiner Größe einen essentiellen Beitrag zur Stromautonomie im Ötztal leisten. Bei Realisierung des Projekts kann der jährliche Strombedarf von rund 15.000 Haushalten gedeckt werden.

Das wasserwirtschaftliche Gutachten kommt auf einen Nutzungsgrad der zur Verfügung stehenden Wasserfracht von 68%. Dies ist im Vergleich zu anderen vergleichbaren Wasserkraftwerksprojekten äußerst hoch.

Zuletzt stellt das gewässerökologische Gutachten fest, dass es durch das Projekt zu keiner Zustandsverschlechterung der vom KW Gurgler Ache betroffenen Oberflächenwasserkörper kommt.

Auf Basis dieser positiven Gutachten wiederholt Sölden die Bewilligungsanträge an den Landeshauptmann Tirol als zuständige Behörde.

„Die Entscheidungsfrist ist eigentlich bereits seit mehreren Jahren abgelaufen, mit der Einbringung der Gutachten hat die Behörde jetzt aber jedenfalls nur mehr sechs Monate Zeit, unseren Anträgen zu folgen. Falls der Landeshauptmann Tirol sich weiterhin wegen der Doppelrolle als Eigentümervertreter der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG weigert, zu entscheiden, werden wir gegen die Säumnis vorgehen bzw. jede negative Entscheidung bekämpfen. Unser Wasser muss in unserem Tal bleiben!“, so Bürgermeister Mag. Ernst Georg Schöpf.

Hintergrundinformationen zum KW Gurgler Ache:

Sölden beantragte 2008 die wasser-, naturschutz- und forstrechtliche Bewilligung für das KW Gurgler Ache. Die TIWAG stellte erst 2009 den Antrag auf Bewilligung des Ausbaus des Kraftwerks Kaunertal (AK Kaunertal). Zeitgleich brachte die TIWAG einen Antrag auf Einleitung eines Widerstreitverfahrens ein, weil KW Gurgler Ache und AK Kaunertal mit der Nutzung Gurgler Ache dieselbe Wasserressource voraussetzen und daher nur eines von beiden Projekten ausgeführt werden kann.

Sölden gewann Ende 2014 das Widerstreitverfahren zugunsten des KW Gurgler Ache. Seither laufen die Bewilligungsverfahren, allerdings nur stockend. Die Gemeinde Sölden ist zuversichtlich, dass es nun zu keinen weiteren Verzögerungen kommt und die erforderlichen Bewilligungen erteilt werden.

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