Welt-Down-Syndrom-Tag – #fairändern will faire Chancen für alle Menschen, auch für jene mit „Besonderheiten“

Wien (OTS) - Am 21.3. wird der Welt-Down-Syndrom-Tag begangen. Er soll Bewusstsein schaffen, sichtbar machen und daran erinnern, dass jeder Mensch wertvoll ist. In Österreich werden jedoch 9 von 10 Kindern mit Down Syndrom abgetrieben. Eine zentrale Forderung der Bürgerinitiative #fairändern ist daher die Abschaffung der eugenischen Indikation, die es möglich macht, dass Kinder mit einer Beeinträchtigung oder mit speziellen Bedürfnissen bis zur Geburt straffrei abgetrieben werden dürfen.

„Glückliches und aktives Leben“ mit Down Syndrom

„Unsere erwachsene Tochter Nicola lebt mit der Chromosomenbesonderheit Down Syndrom. Ihr besonderes Extra war nach der Geburt ein unerwarteter Schock für uns. Heute genießen wir gemeinsam mit Nicola ein glückliches und aktives Leben“, erzählt Bernadette Wieser und betont: „#fairändern will wachrütteln und sensibilisieren: JEDES Kind hat das Recht, zu leben, zu lieben, zu lachen und zu lernen.“ Die Initiative fordert ein „breitgefächertes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Eltern, die ein Kind mit Behinderung erwarten oder bereits eines zur Welt gebracht haben, sowie die Kommunikation dieser Angebote an betroffene Frauen und die Abschaffung der gesetzlichen Diskriminierung von Kindern mit Behinderung im Rahmen der eugenischen Indikation.

„Wenn ich damals, als ich von der Diagnose erfahren habe, gewusst hätte, wie ein Leben mit einem Kind mit Down Syndrom sein würde, hätte ich mir gar keine Sorgen gemacht.“

Evi Pichler, Mutter einer sechsjährigen Tochter mit Down Syndrom und eine der zahlreichen Unterstützer von #fairändern, erzählt: „Als ich etwa im vierten Schwangerschaftsmonat erfahren habe, dass unser Kind das Down Syndrom haben wird, war das für mich erst einmal ein großer Schock. Mein Mann und ich hatten bis dahin keine Berührungspunkte mit dem Down Syndrom und wussten nicht, was uns erwarten würde. Aber für mich war schon damals klar, dass wir das Baby bekommen würden. Trotzdem wollten wir uns gerne informieren und wissen, wie das Leben mit so einem Kind sein wird. Wir sind nach Leoben ins Down-Syndrom-Zentrum gefahren, wo wir mit einer Mama sprechen konnten, die eine fast erwachsene Tochter mit Trisomie 21 hat. Das war ein sehr beruhigendes, berührendes und schönes Gespräch und das war für uns ein wunderbares Erlebnis. Ab diesem Zeitpunkt konnten wir uns so richtig auf unser kleines Mädchen freuen. Sie ist unser Sonnenschein und unser Ruhepol und tut uns allen sehr gut. Wir könnten uns ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Wenn ich damals, als ich von der Diagnose erfahren habe, gewusst hätte, wie ein Leben mit einem Kind mit Down Syndrom sein würde, hätte ich mir gar keine Sorgen gemacht.“

UN-Fachausschuss kritisiert eugenische Indikation

Der UN-Fachausschuss zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat schon bei Österreichs Staatenprüfung 2013 festgehalten: Es sei „jegliche Unterscheidung des Zeitrahmens, in dem ein Schwangerschaftsabbruch nach dem Gesetz ausschließlich aufgrund von Behinderung möglich ist, abzuschaffen“. Österreich braucht dringend eine #Fairänderung!

Online-Zustimmen möglich

Jeder österreichische Staatsbürger ab 16 Jahren kann #fairändern mittels Online-Signatur noch unterzeichnen: https://www.ots.at/redirect/parlament13

Rückfragen & Kontakt:

Florian Schirmer, Generalsekretär #fairändern
Beatrixgasse 14A/12, 1030 Wien
www.fairaendern.at, info@fairaendern.at, +43(0)650 670 40 12

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