• 18.03.2019, 11:48:50
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„Giganten hautnah“ – „Universum“ unterwegs mit Botsuanas Elefanten – am 19. März um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Elefanten gehören zu den absoluten Publikumsmagneten.
Ihre engen Familienbande, ihre erstaunlichen Fähigkeiten und ihr
sprichwörtliches „Elefantengedächtnis“ scheinen uns Menschen
besonders zu faszinieren. In freier Wildbahn sind die Dickhäuter
freilich dort am erfolgreichsten, wo sie möglichst wenigen Menschen
begegnen. Rund ein Drittel aller Afrikanischen Elefanten lebt in
Botsuana, im südlichen Afrika – und dort kann man die größten
Landsäugetiere der Erde hautnah erleben. Mehr als zwei Jahre sind die
vielfach ausgezeichneten Tierfilmer Thoralf Grospitz und Jens
Westphalen auf den Spuren der faszinierenden Dickhäuter durch das
südliche Afrika gereist. Ihre „Universum“-Dokumentation „Giganten
hautnah – Unterwegs mit Botsuanas Elefanten“ (ORF-Bearbeitung: Jutta
Karger) gibt am Dienstag, dem 19. März 2019, um 20.15 Uhr in ORF 2
authentische Einblicke in das Leben der Elefanten und zeigt mögliche
Wege friedlichen Zusammenlebens mit dieser „Ikone Afrikas“. Der Film
entstand in einer Koproduktion von NDR, ARTE und dem ORF.

Mit circa drei Personen pro Quadratkilometer ist Botsuana eines der
am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Fast siebenmal so groß wie
Österreich bietet es Platz für geschätzte 130.000 Elefanten.
Statistisch betrachtet kommt also ein Elefant auf 17 Einwohner. Doch
was Botsuana vor allem zum Elefanten-Paradies macht, sind die
Fluss-Systeme von Okawango und Chobe im Norden, im Grenzgebiet zu
Namibia: Hier gibt es auch in der Trockenzeit Wasser und genügend
Nahrung für die großen Pflanzenfresser. Angeführt von einer
erfahrenen Leitkuh leben die weiblichen Tiere und die Kälber in
Familien-Herden zusammen. So lernen die Jüngeren die althergebrachten
Pfade kennen und auch, wie man mit dem Nachwuchs richtig umgeht. Die
Kleinsten werden von Müttern, Schwestern, Tanten und Cousinen
gemeinsam betreut.

Auch männliche Elefanten sind nicht immer Einzelgänger, in geselligen
Gruppen lernen die jüngeren Bullen, ihren Platz in der Hierarchie
ohne gefährliche Kämpfe auszuloten. Ein gemeinsames Bad sorgt für
Abkühlung und Entspannung – allerdings nur, wenn es gelingt, auf die
Flusspferde genügend Eindruck zu machen, dass sie bereit sind, den
Größeren den Pool zu überlassen.

Die meiste Zeit verbringen Elefanten auf der Wanderschaft, immer auf
der Suche nach Nahrung und Wasser. Dabei hilft ihnen ihr legendäres
Gedächtnis, in dem die Pfade zu altbewährten Weideplätzen gespeichert
sind, aber auch ihr hervorragender Geruchssinn – ein Elefantenrüssel
verfügt über doppelt so viele Sinneszellen wie eine Hundenase. Ihm
bleiben aber auch von Menschenhand angelegte Maisfelder und
Kürbis-Beete nicht verborgen – und bei der aus mehreren Kilometern
Entfernung gewitterten „Wasserstelle“ kann es sich auch um die
Toilette in einer menschlichen Behausung handeln.

Selbst in einem so dünn besiedelten Land wie Botsuana sind Konflikte
mit Menschen nicht ganz zu umgehen. Doch man sagt, Botsuanas
Elefanten haben gelernt, mit dem zunehmenden Autoverkehr
zurechtzukommen: Die Leitkuh schaut rechts und links, bevor sie ihre
Herde die Straße überqueren lässt. Und auch vonseiten der Menschen
gibt es vielerlei Bemühungen, Zusammenstöße mit den Dickhäutern zu
vermeiden: Abgezäunte Korridore sichern den Herden freie Bahn auf
ihren gewohnten Wanderrouten. Und wenn der uralte Mangobaum im Garten
der Safari-Lodge Früchte trägt, dann räumen die Touristen höflich das
Feld. Geschickt nehmen die Elefanten die Stufen am Eingang, vorbei an
der Rezeption – schließlich stand „ihr“ Mangobaum schon da, lange
bevor die Lodge auch nur geplant war.

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