- 08.03.2019, 14:52:41
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„Thema“: Ausverkauf der Tiroler Berge – Einheimische wehren sich
Am 11. März um 21.10 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 11. März um 21.10 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 11. März 2019, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Missbrauch beim Arzt – Urologe unter Verdacht
Seit Ende Jänner sitzt ein Arzt aus Oberösterreich wegen
Missbrauchsverdachts in Untersuchungshaft. Inzwischen haben sich
weitere 20 mögliche Opfer bei der Staatsanwaltschaft Wels gemeldet.
Sie geben an, von diesem Arzt während der Behandlung in seiner
Ordination zum Teil schwer missbraucht worden zu sein. Die Opfer
sollen Buben im Kindes- und Teenageralter gewesen sein. „In diesem
Alter ist bei Buben die Unsicherheit über den Körper groß. Das
Verhältnis zu ihrem Körper und die gesunde Entwicklung ihrer
Sexualität kann mit dem Trauma eines sexuellen Missbrauchs gefährdet
sein“, sagt Hedwig Wölfl, Leiterin der Kinderschutzzentren „Möwe“.
Was bedeutet sexueller Missbrauch für eine Kinderseele? Wie können
sich Kinder und Jugendliche schützen? Und was steckt hinter dem
aktuellen Verdacht? Eva Kordesch und Andrea Poschmaier berichten.
Mord an Tanzlehrerin – Sitzt ein Unschuldiger in Haft?
Im Juli 2013 wird die Gmundner Tanzschulbesitzern Ingrid S. nach
einem Tennisturnier mit schweren Kopfverletzungen in ihrem Garten
gefunden. Zehn Tage später ist sie tot. Der zweifache Familienvater
und Versicherungskaufmann Helmut Stütz ist schnell als Täter
überführt. In einem Geschworenenprozess wird er zu 20 Jahren Haft
verurteilt. Von Anfang an pocht der 41-Jährige auf seine
Schuldlosigkeit. Für seinen Anwalt Franz Gerald Hitzenbichler hat ein
großer Unbekannter die Frau mit einem Pokal erschlagen, der neben ihr
gefunden wurde. „Wir wissen mittlerweile, dass die Verletzungsspuren
am Kopf der Frau genau zu dem Pokal passen. Das wussten die
Geschworenen damals nicht – und damit ist ihr Urteil falsch.“ Dr.
Hitzenbichler hat schon einmal eine spektakuläre Freilassung bewirkt:
der wegen Mordes an einer Taxifahrerin verurteilte Gerhard Heidegger
kam nach acht Jahren frei. Christoph Bendas hat recherchiert.
Ausverkauf der Tiroler Berge – Einheimische wehren sich
Noch mehr Lifte, noch mehr Pistenkilometer, noch mehr Hotelbetten –
die Skigebiete in Österreich befinden sich in einem regelrechten
Wettrüsten. Vor allem in Tirol, das ohnehin die größten Skigebiete
hat, entstehen immer neue Lifte, die die Berge verbinden. „Verlierer
sind die Natur und die Einheimischen – wir wollen uns die wenigen
Ruhegebiete, die es in den Bergen noch gibt, nicht nehmen lassen“,
sagt Gerd Estermann. Gemeinsam mit seiner Tochter Christina hat er
eine Petition gegen den Zusammenschluss der Skigebiete Höchoetz und
Kühtai gestartet. 14.000 Menschen haben sich dem Widerstand bereits
angeschlossen. Drei Seilbahnen und 38 Hektar neue Pistenflächen
sollen entstehen. Während bei vielen Einheimischen Skepsis herrscht,
sehen Bürgermeister, Seilbahnbetreiber und Touristiker in der
Verbindung der Skigebiete die einzige Möglichkeit, die Region
wirtschaftlich abzusichern. Katharina Krutisch war für „Thema“ in
Tirol.
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