- 08.03.2019, 11:21:51
- /
- OTS0112
„Orientierung“ über Ehe für alle? Evangelische beraten über gleichgeschlechtliche Trauung
Am 10. März um 12.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 10. März um 12.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin
„Orientierung“ am Sonntag, dem 10. März 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:
Ehe für alle? Evangelische beraten über gleichgeschlechtliche Trauung
„Für die evangelische Kirche sind Vertrauen, Verlässlichkeit und die
Übernahme von Verantwortung in der Gestaltung menschlicher
Beziehungen von zentraler Bedeutung“, so der evangelisch-lutherische
Bischof Michael Bünker. Die Ehe bietet aus Sicht der Evangelischen
Kirche A. B. dafür die beste Voraussetzung. Dass auch für
gleichgeschlechtlich liebende Menschen der rechtliche Raum
vollständig geöffnet werde, sei zu begrüßen, so Bünker. Doch wie
realistisch ist eine Trauung in der Evangelischen Kirche A. B.
künftig auch für homosexuelle Paare? Seit der Verfassungsgerichtshof
im Dezember 2017 die Beschränkung der zivilrechtlichen Ehe auf
heterosexuelle Paare für verfassungswidrig erklärt und damit die
Einführung der standesamtlichen Hochzeit für Homosexuelle möglich
gemacht hat, beschäftigt diese Frage auch die Evangelische Kirche A.
B. Denn die zivile Eheschließung war bislang Voraussetzung für eine
kirchliche Trauung. Jetzt befragt die Evangelische Kirche A. B. dazu
ihre Pfarrgemeinden – eine endgültige Entscheidung soll im Rahmen
einer Sondersitzung der Synode am Samstag, dem 9. März, fallen, bei
der auch die umstrittene Karfreitagsregelung Thema sein wird.
Bericht: Gundi Lamprecht.
„Wichtiger als alles ...“ – Ein evangelisches Männer-Paar im Porträt
Mit Spannung erwarten auch der evangelische Pfarrer Peter Gabriel und
Peter Pröglhöf, Fachinspektor für den evangelischen
Religionsunterricht, das Ergebnis. Seit 1991 sind sie ein Paar, 2001
„verpartnerten“ sich die beiden standesamtlich – in Deutschland. Im
selben Jahr wurde das evangelische Paar auch kirchlich gesegnet. 2017
schließlich heirateten Peter Gabriel und Peter Pröglhöf in einem
deutschen Standesamt. Gemeinsam haben sie den Kampf um
Gleichberechtigung miterlebt – eine Erfahrung, die sie als „wichtig
und wertvoll“ – auch für die eigene Beziehung – schätzen. Bericht:
Karo Thaler.
Machtkampf hält an: Katholische Kirche Venezuelas stärkt Opposition
Der Kampf um die Macht in Venezuela, dem erdölreichsten Staat der
Erde, hält an: Zunehmend unter Druck geraten ist in den vergangenen
Monaten der sozialistische Präsident Nicolás Maduro; sein
Widersacher, der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guiadó, darf
auf wichtige Unterstützung der Opposition im Land, aber auch aus den
USA und Europa zählen. Doch während zu Lebzeiten des
Maduro-Vorgängers Hugo Chavez die katholische Kirche des Landes
einerseits aus einer oppositionellen Kirchenführung, andererseits aus
einer vielfach dem Basischristentum verbundenen Priesterschaft
bestand, so sieht sich Nicolás Maduro generell mit Kritik von
katholischen Bischöfen, Priestern und Ordensleuten konfrontiert. Auch
sie teilen weitgehend die Einschätzung oppositioneller Kräfte: Maduro
agiere demokratiefeindlich und sei für „Günstlingswirtschaft“ und die
anhaltende Wirtschaftskrise des Landes maßgeblich verantwortlich.
Große Teile der Bevölkerung, so Lateinamerika-Experte Leo Gabriel,
würden einen politischen Dialog gutheißen. Dies erscheine als einzig
gangbarer Weg, einen möglichen Bürgerkrieg noch zu verhindern.
Bericht: Leo Gabriel.
Attacken gegen Moskau: Ukrainischer Ehrenpatriarch Filaret in Wien
Der einen Seite gilt er als Garant von Festigkeit und
Widerständigkeit, den anderen ist er als Abtrünniger und Schismatiker
verhasst: Filaret (Denyssenko), derzeit Ehrenpatriarch der frisch aus
der Taufe gehobenen Orthodoxen Kirche der Ukraine. Nach dem Zerfall
der Sowjetunion sagte sich der damalige Kiewer Metropolit mit seinen
Weggefährten vom Moskauer Patriarchat los und gründete eine
Ukrainisch-Orthodoxe Kirche mit einem Patriarchat in Kiew und sich
selbst als Patriarchen. Moskau reagierte empört und verhängte 2008
den Kirchenbann über den abtrünnigen Bischof. Die Anerkennung durch
die orthodoxen Schwesterkirchen blieb der neuen Kirche versagt. Aber
im Vorjahr wurde das Ökumenische Patriarchat aktiv, verfügte die
Vereinigung von Filarets Kirche mit einer schon seit Jahrzehnten
bestehenden kleinen „autokephalen“ ukrainischen Kirche. Am 6. Jänner
verlieh Patriarch Bartholomaios in Konstantinopel der neuen Kiewer
Metropolie die Autokephalie, also die kirchenrechtliche
Selbstständigkeit. Das führte zum Bruch mit der Ukrainisch-Orthodoxen
Kirche des Moskauer Patriarchats – und mit der gesamten
russisch-orthodoxen Kirche, die dem Ökumenischen Patriarchat die
Zuständigkeit abspricht und die Kiewer Kirchenvereinigung für null
und nichtig hält. Ehrenpatriarch Filaret aber ist vorerst hoch
zufrieden mit dem Erreichten – und zuversichtlich, dass die Ukraine
als unabhängiger Staat bald auch nur eine einzige unabhängige
orthodoxe Kirche haben wird. Anlässlich eines Wien-Besuchs gab er der
„Orientierung“ ein Exklusivinterview. Bericht: Christian Rathner.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






