• 08.03.2019, 10:17:44
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  • OTS0066

Rendi-Wagner: Nicht hundert Jahre warten bis sich Einkommensschere schließt – Jetzt Lohntransparenzgesetz!

Anrechnung der Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen - Rechtsanspruch auf Papamonat - mehr Geld für Fraueneinrichtungen und Gewaltschutz

Utl.: Anrechnung der Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen -
Rechtsanspruch auf Papamonat - mehr Geld für
Fraueneinrichtungen und Gewaltschutz =

Wien (OTS/SK) - „Wir können nicht hundert Jahre warten bis sich die
Einkommensschere schließt. Wir müssen jetzt handeln!“, erklärt
SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner am heutigen
Internationalen Frauentag. Der Einkommensbericht des Rechnungshofes
und die Daten von der Statistik Austria machen deutlich, dass es
trotz erzielter Fortschritte noch großen Handlungsbedarf gebe.
Gefordert sei daher die rasche Umsetzung eines
Lohntransparenzgesetzes, die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten
bei Lohnvorrückungen, ein Rechtsanspruch auf einen Papamonat und eine
Aufstockung der Geldmittel für Fraueneinrichtungen und Gewaltschutz.
****

Für Rendi-Wagner ist offensichtlich, dass der schwarz-blauen
Regierung das Schließen der Lohnschere oder überhaupt
frauenpolitische Forderungen kein vorrangiges Anliegen sind. „Im
Gegenteil: Es sind sogar Rückschritte zu verzeichnen“, betont
Rendi-Wagner und appellierte an alle Frauen: „Gefordert ist
Zusammenhalt für Frauenrechte. Wer denkt, dass frauenpolitische
Errungenschaften von selbst kommen und – einmal erreicht –
selbstverständlich sind, irrt“, sagt Rendi-Wagner. „Denn alles kann
schnell wieder weg sein.“ Das erkenne man sehr deutlich an einer
Frauenministerin, die ein Volksbegehren, das von knapp einer halben
Million ÖsterreicherInnen unterzeichnet wurde, nicht unterstützt, so
Rendi-Wagner.

Rendi-Wagner erinnert weiters an den Stopp des Bundeszuschusses für
den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen: „Erst nach monatelangen
zähen Verhandlungen lag das Gleiche für den Ausbau auf den Tisch, wie
vorher“. Ebenso sei das ersatzlose Streichen der Aktion 20.000 für
ältere Arbeitslose, die vielen Frauen zugutekam, oder das Aus der
bisher geltenden Vorgabe, dass 50 Prozent der Aufwendungen des
aktiven Arbeitsmarktbudgets für Frauen zu dotieren sind, zu nennen.
„Und es wird nichts gegen die Teilzeitfalle und ihre vielen negativen
Auswirkung getan“, kritisiert Rendi-Wagner. Dass der aktuelle
Länderbericht der EU-Kommission Österreich wegen des Familienbonus
kritisiert, der für viele Alleinerziehende eine Benachteiligung
darstellt, passe in das schwarz-blaue Schema des frauenpolitischen
Rückschritts.

„Wir sind stolz auf die Errungenschaften, die unsere Pionierinnen im
Laufe der Jahrzehnte auf den Weg gebracht haben. Aber wir müssen
darauf aufpassen - und es muss weitergehen, im Sinne einer guten
Zukunft für alle Frauen“, erklärte Rendi-Wagner (Schluss) up/sc

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