• 04.03.2019, 14:51:55
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  • OTS0154

Bischofskonferenz steht zur getroffenen Karfreitagsregelung

Presseverantwortlicher Wuthe: Katholische Kirche immer dafür eingetreten, dass Karfreitag für Evangelische, Methodisten und Altkatholiken als Feiertag zu erhalten ist - "Demonstrationen wie die in Kärnten angekündigte entsprechen nicht der Position der katholischen Bischofskonferenz"

Utl.: Presseverantwortlicher Wuthe: Katholische Kirche immer dafür
eingetreten, dass Karfreitag für Evangelische, Methodisten und
Altkatholiken als Feiertag zu erhalten ist - "Demonstrationen
wie die in Kärnten angekündigte entsprechen nicht der Position
der katholischen Bischofskonferenz" =

Wien (KAP) - "Die Österreichische Bischofskonferenz akzeptiert die im
Parlament beschlossene Regelung, wodurch jeder in Österreich das
Recht hat, den Karfreitag als persönlichen Feiertag zu begehen." Das
erklärte der Presseverantwortliche der Bischofskonferenz, Paul Wuthe,
am Montag gegenüber "Kathpress". Anlass für die Stellungnahme war die
Ankündigung eines Schweigemarsches zum politischen Aschermittwoch der
ÖVP in der Klagenfurter Messehalle, an dem sich Vertreter der
evangelischen, altkatholischen und der römisch-katholischen Kirche
repräsentiert durch den Gurker Diözesanadministrator Engelbert
Guggenberger beteiligen wollen. "Demonstrationen wie die in Kärnten
angekündigte entsprechen nicht der Position der katholischen
Bischofskonferenz", hielt Wuthe in diesem Zusammenhang fest.

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Bischofskonferenz in der
Debatte seit Bekanntwerden des Urteils des Europäischen Gerichtshofes
immer dafür eingetreten sei, dass der Karfreitag für Evangelische,
Methodisten und Altkatholiken als Feiertag zu erhalten ist. So habe
bei der Bekanntgabe des Regierungsvorschlag eines "halben Feiertags"
der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, umgehend
öffentlich festgehalten, dass dieser Vorschlag nicht ganz im Sinne
der Evangelischen sei, obwohl diese Variante sogar eine
Besserstellung für alle Katholiken gebracht hätte.

Bei den Gesprächen der Regierung mit dem evangelischen Bischof
Michael Bünker am vergangenen Dienstag sei auch die Bischofskonferenz
durch ihren Generalsekretär Schipka eingebunden gewesen, führte Wuthe
aus. Bischof Bünker habe dann am Dienstag unmittelbar nach den
Verhandlungen das Ergebnis als "positive Lösung mit einem
Wermutstropfen" bezeichnet.

Nur aufgrund dieser überwiegend positiven Reaktion von Bischof Bünker
habe dann auch der Generalsekretär der Bischofskonferenz die neue
Lösung begrüßt und als "akzeptabel" bezeichnet. Schipka habe damit
den Umstand gewürdigt, dass auf die Bedenken der Evangelischen gegen
den "halben Feiertag" letztlich eingegangen wurde und das in Form von
direkten Gesprächen.

Dass Evangelische, Methodisten und Altkatholiken gegenüber der
früheren Gesetzeslage etwas verloren haben, sei "sehr bedauerlich",
betonte Wuthe. "Die Linie der Bischofskonferenz war aber immer klar:
Evangelische, Methodisten und Altkatholiken sollten den Karfreitag
als Feiertag weiter behalten können. Die Lösung dafür sollte ohne
einen 'Feiertagstausch' erfolgen, sondern anders - etwa dadurch, dass
der Karfreitag künftig für alle ein zusätzlicher Feiertag wird",
erklärte der Sprecher der Bischofskonferenz, weil mit einem Tausch
die Abschaffung eines bestehenden Feiertages für alle verbunden
gewesen wäre. "Letztlich haben die Kräfte, die gegen einen
zusätzlichen Feiertag waren, die Oberhand behalten."

((ende)) PWU/RME
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