• 28.02.2019, 13:09:41
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FPÖ-Darmann: Kärntner SPÖ/ÖVP-„Seniorenticket“ ist Mogelpackung!

FPÖ-Kärnten: Kärnten hat bei Mobilität akuten Handlungsbedarf

Utl.: FPÖ-Kärnten: Kärnten hat bei Mobilität akuten Handlungsbedarf =

Klagenfurt (OTS) - „Als politische Unverfrorenheit“ bezeichnete heute
Kärntens FPÖ-Klubobmann Mag. Gernot Darmann in der „Aktuellen Stunde“
des Kärntner Landtages zum Thema „Generationen-Mobilität in Kärnten“
die von der SPÖ für Mai 2019 angekündigte Jahreskarte für Kärntens
Senioren. Es klinge am ersten Blick zwar nicht schlecht, wenn den
Kärntner Senioren angekündigt wird, im Kärntner Verkehrsraum ein
Jahresticket zum halben Preis zu erhalten, „in Wahrheit handle es
sich jedoch um eine absolute Mogelpackung.“

„Die SPÖ zeichnet sich die Welt, wie es ihr gefällt“, kritisiert
Darmann das Schönreden des Seniorentickets, denn minus 50 Prozent für
eine Jahreskarte, die für das gesamte Landesgebiet gelte, bedeutet
für Kärntens Senioren künftig jährlich 1.325,50 Euro, rechnet Darmann
vor. „Hier hat man nicht bedacht, wie sich dieses nach wie vor
sündteure Ticket Pensionisten leisten sollen. Salzburgs Senioren
fahren um einen Jahrespreis von 299,-- Euro durchs ganze Land, alle
Tiroler beispielsweise um 490,-- Euro“, vergleicht Darmann.

Das von SPÖ und ÖVP präsentierte Seniorenticket betitelte Mag.
Christian Leyroutz als „veranstaltetes Placebo“. „Das ist unseriös
und dafür steht die FPÖ nicht“, so der FPÖ-Klubobmannstellvertreter.

Wie FPÖ-LAbg. Elisabeth Dieringer-Granza ausführte, sei das geplante
Jahresticket weder eine Lösung, noch drücke diese Art der
Mogelpackung die gebührende Wertschätzung gegenüber den Senioren aus.
„Was billig ist, liegt im Auge des Betrachters“, richtet sie den
Regierungsverantwortlichen von SPÖ und ÖVP aus, die offensichtlich
eine Jahreskarte zwischen Villach und Klagenfurt um 948,-- Euro
(inkl. Stadtverkehr) völlig realitätsfern als günstig erachten.

Wie eklatant hoch der Handlungsbedarf im Ausbau der leistbaren
Mobilität mittels Bus und Bahn auch bei anderen Bevölkerungsgruppen
in Kärnten ist, beschreibt LAbg. Harald Trettenbrein. „In Kärnten
nutzen lediglich 8 Prozent der Bevölkerung täglich oder mehrmals
wöchentlich Bus oder Bahn. Durch die hohen Tarife sind wir
Schlusslicht im Bundesländervergleich, der Österreichschnitt liegt
bei 27 Prozent“, so Trettenbrein. Derzeit gebe es kein günstiges
Jahresticket. In Kärnten habe man lediglich die Möglichkeit 12
Monatskarten zum Preis von 10 Monaten zu kaufen. Dafür bezahle man
beispielsweise von Hermagor nach Villach jährlich 1.450,-- Euro, von
Völkermarkt nach Klagenfurt 1.195 Euro, von Spittal nach Villach
1.300,-- Euro (Preise inklusive Stadtverkehr).

Daher fordern die Freiheitlichen heute mittels Dringlichkeitsantrag,
dafür Sorge zu tragen, dass Bus- und Bahnpreise in Kärnten günstiger
werden. „Laut Medienberichten drohen Kärnten bis 2030 110 Millionen
Euro an Öko-Strafe, weil die Politik zu wenig gegen Klimagase tut.
Geld, das man lieber jetzt investieren sollte, um zum Beispiel den
öffentlichen Verkehr zu attraktiveren. Das wäre doch viel sinnvoller,
als jedes Jahr Strafen an die EU zu zahlen“, schließt KO-Stv.
Leyroutz.

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