Preiner: Jeder Lawinentote ist einer zu viel – Ministerin hat Schutzwaldbewirtschaftung sträflich vernachlässigt

Wien (OTS/SK) - Wien (SK) Der bisherige Winter mit seinen Schneemengen hat in Österreichs Bergen bis heute 18 Tote durch Lawinen gefordert. „Jeder Lawinentote ist einer zu viel. Naturnahe Schutzmaßnahmen wurden verabsäumt und Schutzwaldpflege vernachlässigt“, so SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner. ****

Das Sonderaktionsprogramm bis 2022 für Lawinenschutz in Höhe von 45 Mio. Euro aus dem Katastrophenfonds, das die Landwirtschaftsministerin präsentierte, kommt reichlich spät. Köstingers Plan, primär auf technische Schutzprojekte wie Stützverbauungen, Verwehungszäune, Ablenk- bzw. Auffangdämme zu setzen, „ist die wohl teuerste Schutzmaßnahme. Laut Bericht des Rechnungshofes sind technische Maßnahmen zum Lawinenschutz bis zu 150fach teurer als Sanierungsmaßnahmen für den Schutzwald“, so Preiner.

„Mag sein, dass dem Wald der Bericht des Rechnungshofes egal ist, wie es die Ministerin formulierte. Ihr selbst scheint er das jedenfalls zu sein. Bereits ihre ÖVP-Amtsvorgänger haben hier Maßnahmen verabsäumt. Der Zustand des Schutzwaldes ist schlecht und es erfolgen im Vergleich zur übrigen Waldfläche nur 25 Prozent der Pflegemaßnahmen am Schutzwald, der im Besitz der österreichischen Bundesforste und somit der Republik Österreich steht“, kritisiert der SPÖ-Abgeordnete.

Primär wird auf Profit durch Holzverkauf aus dem Wirtschaftswald gesetzt, der Schutzwald als natürlicher Lawinenschutz wird ignoriert. Profitinteressen durch Holzverkauf werden dem Schutz von Menschenleben vorgezogen“, zeigt sich Preiner empört. (Schluss) bp

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