Schuljause: So schmeckt’s Kindern, Tieren und Umwelt

Tierschutzombudsstelle Wien und MA 22 unterstützen Bildungsprogramm für 5. Schulstufe

Wien (OTS/RK) - Aus welchen Ländern stammen unser Obst und Gemüse? Kommen Legehennen auch mal ins Freie? Und was bewirke ich, wenn ich die Wurstsemmel einmal weglasse? Die Schülerinnen und Schüler von 49 Wiener Schulen werden die Antworten in diesem Semester erfahren. Sie machen den „Trink- und Jausenführerschein“ des vorsorgemedizinischen Instituts SIPCAN, der heuer in Zusammenarbeit mit der Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) und der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 um ein wichtiges Modul ergänzt wurde: Ab sofort wird auch das Thema Umwelt- und Tierschutz beim Essen und Trinken behandelt.

Rund 100 Pädagoginnen und Pädagogen an Wiener Neuen Mittelschulen und Gymnasien nutzen den Trink- und Jausenführerschein bereits, um Kindern der 5. Schulstufe die Vorzüge einer gesunden Ernährung und Schuljause nahezubringen. „Umwelt und Tierschutz sind untrennbar mit Essen verbunden“, so Eva Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien (TOW). „Daher freut es uns sehr, dass die Schülerinnen und Schüler auf so spannende und lebensnahe Weise für das Thema sensibilisiert werden.“

Im neuen Zusatzmodul werden die Themen Fleischproduktion und Tierhaltung, Regionalität und Saisonalität sowie Mindesthaltbarkeitsdatum und Lebensmittelverschwendung behandelt – nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern anhand konkreter Praxistipps und kurzweiliger Bewegungs- und Rateübungen. Mit der begleitenden Elterninformation soll das Bewusstsein für Umwelt- und Tierschutz bei der Ernährung auch nach Hause getragen werden. „Wenn alleine nur die Größe der Fleischportionen reduziert wird oder häufiger mal eine vegetarische Alternative auf den Tisch kommt, dann ist das schon ein guter erster Schritt für Gesundheit, Tier und Umwelt“, betont Eva Persy.

Welche Wirkung der Trink- und Jausenführerschein hat, zeigen die Ergebnisse einer Interventionsstudie von SIPCAN mit über 600 Kindern: Nach der Teilnahme am Programm nehmen die Schülerinnen und Schüler um 13 Prozent weniger Zucker zu sich. Auch konnte gezeigt werden, dass der Limonadenkonsum bei den Kindern mit Führerschein sank, während er bei den anderen Schülerinnen und Schülern anstieg. „Eine ähnliche positive Wirkung erhoffen wir uns durch das Zusatzmodul in Hinblick auf einen reduzierten Fleischkonsum und die Vermeidung von Lebensmittel-Verschwendung“, so Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der MA 22.

„Wir haben mit dem Programm bereits über 60.000 Kinder in ganz Österreich erreicht“, erklärt Ernährungswissenschaftler Manuel Schätzer von SIPCAN – Initiative für ein gesundes Leben, dem Entwickler des Trink- und Jausenführerscheins. „Wir freuen uns, dass wir in Zusammenarbeit mit der Tierschutzombudsstelle Wien und der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 nun den Trink- und Jausenführerschein mit diesen wichtigen Themen aufwerten konnten.“

Ergänzend stehen interessierten Pädagoginnen und Pädagogen ab sofort auch kostenlose Downloadmaterialien zu den Themen Tier- und Umweltschutz auf www.sipcan.at/downloads/ zur Verfügung. Weiters können sich interessierte Schulen bereits jetzt zur Teilnahme am Trink- und Jausenführerschein im Schuljahr 2019/20 unter anmeldung@sipcan.at voranmelden.

Rückfragen & Kontakt:

Indra KLEY
Tierschutzombudsstelle Wien
Tel.: 01 4000 75070
Mobil: 0676 8118 75070
E-Mail: indra.kley@tow-wien.at

Margit PETER
Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
Tel.: 01 4000 73421
Mobil: 0676 8118 73421
E-Mail: margit.peter@wien.gv.at
www.umweltschutz.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0002