• 20.02.2019, 13:19:02
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  • OTS0143

AK Anderl zu Lkw: Rascher Zeitplan für mehr Sicherheit

Weniger Druck auf FahrerInnen schützt Menschen im Straßenverkehr in Stadt und Land

Utl.: Weniger Druck auf FahrerInnen schützt Menschen im
Straßenverkehr in Stadt und Land =

Wien (OTS) - „Warum sollen die Menschen bis 2024 auf mehr Sicherheit
warten“, kommentiert AK Präsidentin Renate Anderl die Entscheidung,
Abbiegeassistenten für Lkws doch nicht verpflichtend einzuführen.
Denn erst 2024 soll es EU-weit eine verpflichtende Einführung von
mehr Sicherheitstechnik für Lkw geben. Nach dem tragischen Unfalltod
eines Schulkindes in Wien, wurden mittels Online-Petition in kurzer
Zeit über 70.000 Unterschriften für die Nachrüstung von Lkws
gesammelt. „Das ist ein klarer Auftrag an die Regierung, viel
schneller eine Lösung zu finden“, so Anderl, die ebenfalls
unterschrieben hat. In vielen EU-Ländern werde derzeit über die
Sicherheitsmängel von Lkws beim Abbiegen diskutiert. „Jetzt sollte
man zumindest an einem fixen Zeitplan mit konkreten Maßnahmen und
klaren Rahmenbedingungen für Städte und Gemeinden arbeiten. Die AK
unterstützt den Verkehrsminister gern dabei, den Druck in Europa für
mehr Sicherheit im Lkw-Verkehr zu erhöhen. Denn gerade im Transitland
Österreich müssen auch die durchfahren-den Lkws mit entsprechender
Sicherheitstechnik fahren“.

Auch Busse EU-weit nachrüsten
Laut AK darf es nicht nur um die etwa 80.000 in Österreich
zugelassenen Lkw ab 3,5 Tonnen gehen. Auch etwa 10.000 Reisebusse
bräuchten die Abbiegeassistenten. Im Linien-verkehr gibt es gute
Beispiele, wie für mehr Rund-Um-Sicht und Sicherheit gesorgt wer-den
kann. Und es muss auch um die Fahrzeuge gehen, die aus dem Ausland
kommen und durch Österreich fahren.

Weniger Zeitdruck für LenkerInnen, mehr Sicherheit für alle
Anderl gibt außerdem zu bedenken: „Die Sicherheit der Menschen auf
unseren Straßen hängt auch von den Arbeitsbedingungen der Lenkerinnen
und Lenker ab: Wer unter extremen Zeitdruck und womöglich übermüdet
von A nach B muss, fährt unsicherer. Hier müssen wir ansetzen.“
Die AK könne ebenso wie die Verkehrsgewerkschaft Vida ihre Expertise
einbringen. „Verkehrssicherheit betrifft ja auch die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ganz massiv. Der Verkehrsminister
wäre daher gut beraten, auch ihre Interessen in die Maßnahmenplanung
einzubeziehen.

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