- 20.02.2019, 10:20:05
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Bayr zu Faßmann: Kinder haben recht auf faktenbasierte sexuelle Bildung
Sexuelle Bildung wie Schwimmunterricht überlebenswichtig
Utl.: Sexuelle Bildung wie Schwimmunterricht überlebenswichtig =
Wien (OTS/SK) - „Über den eigenen Körper und die eigene Sexualität
gut informiert zu sein, ungeplante Schwangerschaften und sexuell
übertragbare Krankheiten verhüten zu können, kann wie
Schwimmunterricht in extremen Situationen überlebenswichtig sein.
Alle Schülerinnen und Schüler brauchen hier das nötige Wissen und die
Kompetenzen, um ein gesundes Leben zu führen“, sagt SPÖ
Nationalratsabgeordnete Petra Bayr heute, Mittwoch, gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Bayr fordert, dass alle Schülerinnen auf Basis von
Fakten umfassende sexuelle Bildung erhalten und kritisiert
Bildungsminister Faßmann für dessen Umgang mit dem Verein ‚TeenSTAR‘.
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„Ich fordere Minister Faßmann auf, den Verein ‚TeenSTAR‘ von den
Schulen fernzuhalten. Das Verbreiten von homophoben Positionen sowie
unsicheren Verhütungsmethoden darf in den Schulen keinen Platz
haben“, zeigt sich Bayr von Minister Faßmanns Verschleppungstaktik
gegenüber ‚TeenSTAR‘ enttäuscht und weiter: „Europäische
Höchstgerichte haben mehrmals festgestellt, dass Kinder und
Jugendliche ein Recht auf altersadäquate sexuelle Bildung haben, das
höher zu bemessen ist, als das Recht der Eltern, diese aufgrund von
religiösen, kulturellen oder anderen Gründen zu verwehren. Eltern nun
im Vorfeld wieder zu befragen, ist nicht nur diesbezüglich zu
hinterfragen – denn was würde passieren, wenn die Mehrheit keine
sexuelle Bildung will? — sondern stellt auch ein Zurück in die 1970er
Jahre dar: es verkompliziert das begrüßenswerte Einbeziehen von
ausgebildeten und erfahrenen Fachleuten von außen für die LehrerInnen
ungemein. Dies ist nicht im Interesse der Kinder, die ein Recht auf
faktenbasierte sexuelle Bildung haben.“ (Schluss) ls/mp
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