• 19.02.2019, 17:13:45
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  • OTS0177

ÖAMTC zu Lkw-Sicherheitsgipfel: Wichtige Schritte für mehr Verkehrssicherheit

Mobilitätsclub begrüßt ganzheitlichen Ansatz, Einbau von Abbiege-Assistenten bleibt das Ziel

Utl.: Mobilitätsclub begrüßt ganzheitlichen Ansatz, Einbau von
Abbiege-Assistenten bleibt das Ziel =

Wien (OTS) - Beim heutigen Lkw-Sicherheitsgipfel des
Verkehrsministeriums wurde ein Konzept zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit präsentiert. Der ÖAMTC begrüßt den ganzheitlichen
Ansatz, den Toten Winkel unter anderem mit Hilfe von Kampagnen,
Förderungen und Verkehrssicherheitsprogrammen bewusst zu machen.
Präsentiert wurde auch die Absicht, zusätzliche Spiegel im
Ampelbereich anzubringen. Diese Spiegel sollen Lkw-Fahrern helfen,
den Toten Winkel vor und neben ihrem Fahrzeug besser einzusehen. Ob
die Spiegel tatsächlich helfen, hängt jedoch von der Position des
Lkw, der Witterung und den Lichtverhältnissen ab. "Ein viel besseres
Instrument zur Vermeidung von Unfällen sind elektronische
Abbiege-Assistenten. Wir sprechen uns daher weiterhin für eine rasche
Verpflichtung aus. Um nicht bloß auf europäische Richtlinien zu
warten, kann es lokale Abbiege- und Fahrverbote geben. Von diesen
Verboten wären nur Fahrzeuge ausgenommen, die entsprechend
ausgerüstet sind", erklärt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.

Im Unterschied zu den Kreuzungs-Spiegeln wirkt ein Abbiege-Assistent
unabhängig von Witterung oder Lichtverhältnissen. "Der größte Vorteil
der Assistenten ist aus Sicht des Fahrers das akustische Warnsignal",
erklärt ÖAMTC Lkw-Experte Gerhard Blümel. "Dieses System erkennt
Objekte auch während des gesamten dynamischen Abbiegevorgangs." Für
den ÖAMTC ist daher klar, dass nach aktuellem Stand
Abbiege-Assistenten das geeignetste Mittel zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit sind.

ÖAMTC fordert: Toten Winkel in Berufskraftfahrer-Weiterbildung
aufnehmen

Seit 2009 gibt es eine europaweit verpflichtende
Berufskraftfahrer-Weiterbildung. Alle fünf Jahre muss jeder
Berufskraftfahrer 35 Stunden Weiterbildung in vorgegebenen Themen
absolvieren. 2020 wird diese Weiterbildung novelliert, jedoch findet
sich auch im aktuellen Entwurf kein Verweis auf den Toten Winkel.
"Wir haben beim Gipfel vorgeschlagen, das Thema Toter Winkel explizit
sowohl theoretisch als auch praktisch in diese verpflichtende
Weiterbildung aufzunehmen", so ÖAMTC-Direktor Schmerold. Das ist
besonders wichtig, weil es aus Sicht des Mobilitätsclubs nicht
ausreicht, sich einzig und allein auf den technischen Fortschritt zu
verlassen.

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