Schmuckenschlager: Holzkraftwerke für die Erreichung der Energieziele unersetzbar

LK NÖ-Präsident und VP-Umweltsprecher fordert im Sinne der Umwelt einen Plan B

St. Pölten (OTS) - Nur mit Erneuerbaren Energien hat die Menschheit die Chance, die absolute Klimakatastrophe abzuwehren. Und Österreich hat alle Chancen, auf Biomasse zu setzen. Was allerdings heute im Bundesrat passiert, ist abenteuerlich. Österreich hat sich schon in den 1970er-Jahren entschieden, dem Atomstrom abzuschwören. Im ganzen Land wächst Sekunde für Sekunde wertvoller Wald - sprich Biomasse - nach. Dieses Holz gilt es zu nützen - will man enkeltaugliche Politik machen. Um gegen Billig-Import-Strom aus fossilen Energieträgern aus dem Ausland gewappnet zu sein, führte Österreich vor Jahren eine Ökostromförderung ein. Diese ist nun am Auslaufen.

Eine breite Allianz aus ÖVP, FPÖ und NEOS brachte nun eine Nachfolgeregelung im Nationalrat auf den Weg. Im Bundesrat haben zusätzlich auch die Grünen ihre Stimmen dafür abgegeben. Leider ist es allerdings - es handelt sich hier um Verfassungsmaterie - der SPÖ möglich, das neue Gesetz zu blockieren. "In den vergangenen Monaten wurde alles versucht, um die SPÖ mit ins Boot zu bekommen. Zuletzt hat man am Dienstag die ausgestreckte Hand ausgeschlagen. Wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf. Eine ganz breite Mehrheit im Parlament arbeitet an zukunftsträchtigen Lösungen. Die SPÖ wollte im Uralt-Stil wiederum für ihre Zustimmung ganz andere Gesetze erpressen. Ich verstehe das nicht! Österreich hat die große Chance auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen. Die SPÖ verabschiedet sich von verantwortungsvoller Umweltpolitik. Ich bitte die SPÖ endlich zur Vernunft zu kommen", so der merkbar verstimmte Vorsitzende im Umweltausschuss, Johannes Schmuckenschlager.

Holzkraftwerke sind für die Erreichung der Energieziele unersetzbar

Durch die völlig unverständliche Blockade der SPÖ im Bundesrat, ist eine Übergangsregelung für Holzkraftwerke weiter ausständig. Konkret betroffen sind österreichweit 47 Holzkraftwerke, die Strom für Hunderttausende Haushalte erzeugen und rund 6.000 Arbeitsplätze sichern. "Durch das Nein der SPÖ im Bundesrat sind diese Arbeitsplätze nun in Frage gestellt. Damit verbunden ist auch ein Wertschöpfungsverlust in einem dreistelligen Millionenbetrag, davon etwa 60 Mio. Euro in Niederösterreich. Das Erreichen der Klima- und Energieziele ist somit in weite Ferne gerückt. Ich stelle hier schon die Frage der politischen Verantwortung der SPÖ", stellt Präsident Schmuckschlager fest.

Gerade für den ländlichen Raum stellen Holzkraftwerke einen sinnvollen Absatzkanal besonders auch für Schadholz dar und sind auch ein regionaler Wärmelieferant. Das Nein der SPÖ zu einer Übergangsregelung für Holzkraftwerke bedeutet ganz klar eine Verringerung des Anteils an erneuerbarer Energie im österreichischen Energiesystem, das durch andere Erneuerbare nicht kompensiert werden kann. "Wollen wir die #Mission 2030 erfolgreich umsetzen und einen nachhaltigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern schaffen, führt kein Weg an Erneuerbaren Energien vorbei", so Schmuckenschlager weiter, und abschließend: "Wir brauchen dringend einen Plan B, um das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz auf den Weg zu bringen! Hier sind alle konstruktiven Kräfte in Parlament und Ministerium gefordert!" (Schluss)

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