Moosbrugger: Ökostrom-Blockade im Bundesrat ist Katastrophe für Klimaziele

Alle Bundesländer stehen vor Abschaltung voll funktionsfähiger Holzkraftwerke

Wien (OTS) - "Das war heute keine Sternstunde des Bundesrates. Das Nein zum Weiterbestand der Heizkraftwerke hat nämlich eine ganze Reihe negativer Folgen: 47 Biomasseanlagen, die mehrere hunderttausend Haushalte mit grünem Strom versorgen, sind nun in größter Gefahr, zugesperrt zu werden. Mehr als 6.000 Arbeitsplätze sind dadurch gefährdet. Auch die sozial Schwachen, die ja durch diese neue Regelung von Kosten befreit werden sollten, sind enttäuscht. Für sie gibt es keine Entlastung. Betroffen von dieser Blockade-Politik sind alle neun Bundesländer. Ohne Biomassekraftwerke können nämlich die Klima- und Energieziele nicht erreicht werden, was mit Strafzahlungen die Steuerzahler belasten wird. Schließlich werden auch alle Österreicherinnen und Österreicher, die erneuerbaren und klimafreundlichen Strom möchten, enttäuscht sein, denn sie erhalten nun stattdessen noch mehr importierten Strom aus klimaschädlichen Kohle- sowie gefährlichen Atomkraftwerken", erklärte Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger im Anschluss an die negative Bundesrats-Entscheidung zu den Holzkraftwerken. "Das war keine gute Entscheidung, denn der rasante Klimawandel nimmt auf Parteitaktik keinerlei Rücksicht", mahnte der Präsident.

Strom aus Atom und Kohle keine Lösung für Zukunft

"Eine Minderheit der Bundesräte hat offenbar die Probleme und Herausforderungen unserer Zeit nicht verstanden, sonst hätten sie nicht für die Abschaltung voll funktionsfähiger Ökostromanlagen gestimmt. Mit Bundesräten, die nur auf die Wiener Parteizentrale und nicht auf die Hunderttausenden Menschen in den Regionen hören, werden wir die Herausforderungen der Zukunft für Energie und Klima nicht lösen. Wenn wir unsere großen Ziele für den Klimaschutz und die erneuerbare Energieerzeugung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten tatsächlich schaffen wollen, muss ein anderer Weg beschritten werden. Die Menschen wollen Ökostrom aus Österreich. Atom- und Kohlestromimporte sind keine Lösung für unsere Energiezukunft. Es müssen nationale Entscheidungen gefällt werden, die dem Wohl der gesamten Bevölkerung dienen", stellte Moosbrugger fest.

Enorme negative Folgen

"Die betroffenen Holzkraftwerke, deren Verträge zwischen 2017 und 2019 auslaufen, speisen genauso viel Strom in das Stromnetz ein, wie alle Photovoltaik-Anlagen zusammengenommen. Das geschieht noch dazu sehr kostengünstig und ganzjährig steuerbar und mit voller Versorgungssicherheit in der Region. Zusätzlich kommt aus diesen Anlagen die regionale Nahwärmeversorgung und sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Waldpflege durch die Verwertung von Schadholz", erklärte Moosbrugger. (Schluss)

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