#fairändern: „Als Gesellschaft stehen wir für soziale Wärme und dafür, dass jeder Mensch, auch mit einer Behinderung, willkommen ist“

Die Bürgerinitiative für umfassende Hilfe und bessere Beratung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und ihre Kinder wurde gestern (13.2.) im Petitionsausschuss behandelt.

Wien (OTS) - Mitte Juni startete die parlamentarische Bürgerinitiative #fairändern. Die Initiative fordert mehr Fairness und bessere Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen und Familien im Schwangerschaftskonflikt sowie ein Ende der Diskriminierung von Kindern mit Behinderung vor der Geburt im Rahmen der eugenischen Indikation. Rund 56 000 Österreicherinnen und Österreicher haben #fairändern unterschrieben. Petra Plonner, Erstunterzeichnerin und stellvertretende Vorsitzende von #fairändern, freut sich über den sichtbaren Erfolg der Initiative: "Die hohe Zahl an Unterschriften in so kurzer Zeit spricht für sich und ist ein klares Statement der Bürgerinnen und Bürger: Wir wollen nicht mehr darüber schweigen und still zusehen, dass sich so viele Frauen unter Druck zu einem Abbruch entscheiden, sondern gemeinsam konkrete Hilfe anbieten“.

„Für ein Klima sozialer Wärme - Genauer informieren, genauer bedenken, einfühlsam darüber sprechen“: Druckabbau und Sensibilisierung

„#fairändern will ein offenes Gespräch und eine möglichst druckfreie Umgebung für die Betroffenen schaffen“, betont Plonner. Als selber Betroffene weiß sie, welchem Druck ungeplant schwangere Frauen ausgesetzt sein können. „Dieser Druck lautet schon lange nicht mehr: Du musst dieses Kind unbedingt bekommen, sondern drängt in die andere Richtung: Für ein Kind gibt es (jetzt und hier) keinen Platz, kein Geld, kein passendes soziales Umfeld. Eine Abtreibung scheint der schnelle und einfachere Weg zu sein.“ Es werde suggeriert, Abtreibung sei ein Frauenrecht und gehöre zur Gesundheitsversorgung. „Doch wissen wir alle, auch aufgrund naturwissenschaftlicher Fakten: Es ist keine „normale“ Operation, die einer Wurzelbehandlung oder einer Blinddarm-OP gleichkommt. Darum müssen wir als Individuen aber auch als Gemeinschaft achtsamer mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch umgehen. Genauer informieren, genauer bedenken, einfühlsam darüber sprechen.“
#fairändern sei gerade angesichts dessen nicht bloß eine politische Aktion, sondern schaffe eine dringend notwendige Sensibilisierung und Bewusstseinsveränderung. „Ja: Wir wollen, dass sich weniger Frauen zu einer Abtreibung gedrängt fühlen. wir setzen uns ein für ein Klima sozialer Wärme ein, in dem jeder Mensch, auch der Mensch mit Behinderung, aufgefangen und willkommen geheißen werden kann.“

„Es braucht die Unterstützung einer humanen Gesellschaft, in der niemand alleine leiden muss“

„Wir müssen als Individuen aber auch als Gemeinschaft achtsamer mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch umgehen. Genauer informieren, genauer bedenken, einfühlsam darüber sprechen“, fordert Plonner auf. Die Praxis des Schwangerschaftsabbruchs in Österreichs werde dem nicht gerecht. „Frauen und Familien in konfliktreichen Situationen brauchen dringend eine vernünftige Auseinandersetzung mit den Fakten, ein Hinschauen, ein Nachdenken. Es braucht die Unterstützung einer humanen Gesellschaft, in der wir füreinander da sind und niemand im Stillen und allein leiden muss.“ Ziel von #fairändern ist es deshalb, mit insgesamt sechs konkreten Forderungen, etwa dem Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsangeboten, fairere Bedingungen und mehr Ressourcen für schwangere Frauen, Familien und Kinder mit Behinderung zu schaffen.

Zahlreiche Unterstützer aus Gesellschaft, Politik und Kirche

Frauen wie Nora Kahn (Journalistin bei oe24) unterstützen #fairändern ebenso wie der Behindertenrats-Präsident Herbert Pichler oder Kardinal Christoph Schönborn und Erzbischof Franz Lackner. Unter den offiziellen Unterstützern finden sich auch zahlreiche Politiker, unter anderem ÖVP-Behindertensprecherin Kira Grünberg (ÖVP), der ehemalige Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) sowie der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner (SPÖ).

Unterschreiben noch bis 22. Februar möglich

Die Initiative ist offiziell bis 22. Februar verlängert worden. Jeder österreichische Staatsbürger ab 16 Jahren kann #fairändern auch mittels Online-Signatur unterzeichnen: https://www.ots.at/redirect/parlament13

Infomaterial sowie Unterschriftenlisten zum Downloaden unter www.fairaendern.at.

Rückfragen & Kontakt:

Florian Schirmer, Generalsekretär #fairändern
Beatrixgasse 14A/12, 1030 Wien
www.fairaendern.at, info@fairaendern.at, +43(0)650 670 40 12

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