- 14.02.2019, 09:06:03
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UGöD zu Uni-Kollektivvertrag: „Wo Licht ist, ist auch Schatten!“
Besserer Abschluss als Jahre zuvor – untere Einkommensgruppen haben sich allerdings mehr verdient!
Utl.: Besserer Abschluss als Jahre zuvor – untere Einkommensgruppen
haben sich allerdings mehr verdient! =
Wien (OTS) - Die Rektorenkonferenz der 21 österreichischen
Universitäten hat bei ihrer Sitzung am 05. Februar 2019, die von
Dachverband und Gewerkschaft ausverhandelte Gehaltserhöhung für das
Universitätspersonal abgesegnet. Die Gehälter steigen um 2,5 %,
mindestens um € 60,-, maximal um € 130,- brutto.
UGÖD-Vorsitzender Manfred Walter, selbst Betriebsrat an der
Johannes Kepler Universität, sieht den Abschluss zwiespältig: „Wir
hatten in den letzten Jahren schon schlechtere Abschlüsse. Für die
unteren Gehaltsstufen bedeutet die heurige Erhöhung jedoch auch
weiterhin einen Kaufkraftverlust in Bezug auf den Warenkorb des
täglichen Bedarfs!“
Die Preise für Mieten, Energie und Lebensmittel stiegen im
Vergleich zur herangezogenen Inflationsrate stärker an, was vor allem
GeringverdienerInnen trifft: „Und das sind – auch im
Universitätsbereich – vor allem wieder einmal Frauen.“
Walter weiter: „Die RektorInnen wollten ursprünglich nur die
Inflationsrate abgelten, was für die VerhandlerInnen der Gewerkschaft
absolut untragbar war. Wobei die Situation hier ähnlich paradox ist
wie in der Sozialwirtschaft – verhandelt wird im universitären
Bildungsbereich ebenfalls über Gelder, die von dritter Stelle
zugeteilt werden.“
Durch die anhaltend gute Konjunktur fließen vor allem Steuern aus
Arbeit in die Staatskasse. Zurückgehende Arbeitslosenzahlen und die
anhaltend gute wirtschaftliche Lage würden mehr Umverteilung zu den
Beschäftigten durchaus rechtfertigen.
Zwt.: UGöD solidarisieren sich mit Beschäftigten der Sozialwirtschaft
Daher ist es für die unabhängigen GewerkschafterInnen auch
unverständlich, warum den KollegInnen aus der Sozialwirtschaft bei
alle den extremen Belastungen, mit denen ihre Arbeit verbunden ist,
keine angemessen höheren Einkommen seitens Arbeitgeber und
öffentlicher Fördergeber zugebilligt werden. „Die Pflege- und soziale
Dienste, die überwiegend von Frauen geleistet werden, verdienen eine
entsprechende finanzielle Anerkennung und bessere Arbeitsbedingung
und keine Abschiebung in die unbezahlte, private Pflege – auf Kosten
der weiblichen Familienangehörigen.“ UGÖD-Vorsitzende Beate
Neunteufel-Zechner: „Bundesregierung und öffentliche Hand erschweren,
ja verunmöglichen es mit ihrer Politik der knappen Kassen, den im
Sozialbereich beschäftigten Frauen durch eigene Erwerbsarbeit ihre
Existenz zu sichern.“
„Wir Unabhängigen GewerkschafterInnen unterstützen daher die
Arbeitskämpfe in der Sozialwirtschaft gegen weitere Kaufkraftverluste
und solidarisieren uns ebenso mit der Forderung nach einer
Arbeitszeitverkürzung,“ schließt Neunteufel-Zechner.
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