Vassilakou zu Modal-Split: Alle Zeichen stehen auf City-Maut

Blechlawine von außen stoppen – Umweltfreundlichen Verkehr ausbauen – Innere Stadt als autofreien Vorreiterbezirk umsetzen

Wien (OTS) - Die stagnierenden Modal Split-Zahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass es jetzt einen großen Wurf braucht, wenn der umweltfreundliche Verkehr in Wien an Bedeutung gewinnen soll. „Ich habe immer gesagt: Wenn wir nicht mehr tun, wird Wien im Autoverkehr ersticken. Wir wissen aus aktuellen Studien, dass die Citymaut das wirksamste Mittel für bessere Luft, weniger Stau und weniger Emissionen ist. Die stagnierende Modal-Split-Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass der Zeitpunkt gekommen ist um über weitreichendere Maßnahmen zu diskutieren, wenn wir die Blechlawine von außen stoppen wollen. Es geht dabei um die Lebensqualität in der Stadt genauso wie um eine höhere Verkehrssicherheit oder die Vermeidung von Staus“, so Wiens Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. „Es geht um nicht weniger als unsere Gesundheit und das Wohl unserer Kinder. Zusätzlich müssen wir die Bedingungen für umweltfreundliche Mobilität verbessern: sichere und attraktive Fußwege, ein dichtes und zusammenhängendes Radwegenetz und der massive Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Wie wichtig es ist, dass Wien konsequent den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel vorantreibt, zeigt auch der großartige Erfolg der Jahreskarte der Wiener Linien. Mittlerweile nutzen 822.000 Wienerinnen und Wiener die 365-Euro-Jahreskarte.“

Der 1. Bezirk könnte schon bald eine Pionier-Rolle übernehmen. Gemeinsam mit der Stadt diskutiert der Bezirk derzeit, wie der Autoverkehr von außerhalb drastisch reduziert werden kann, ohne Denkverbote. Die Überlegungen gehen bis hin zu Fahrverboten für Nicht-AnwohnerInnen.

Fuß- und Radwegprojekte wie Radstraßen, Lückenschlüsse wie am Naschmarkt, Tempo 30 rund um Schulen oder Schulstraßen werden mit aller Kraft weiter ausgebaut. „Ich führe derzeit Gespräche zur Zukunft des Verkehrs in der Stadt mit allen Parteien, die im Wiener Gemeinderat vertreten sind. Diese Gespräche verlaufen sehr konstruktiv. Ich werde weiterhin nicht locker lassen, für eine Citymaut einzutreten“, so Vassilakou.

Sorgen bereitet Vassilakou auch der Ausbau des Amazon-Verteilzentrums in Großebersdorf (Bezirk Mistelbach, NÖ). „Dort rühmt man sich, mittlerweile 35.000 Pakete täglich ins Ballungszentrum Wien zu transportieren. Die Amazon-Strategie ist klar: mehr, mehr, mehr.“ Laut der Verkehrsstadträtin könne Wien diesen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. „Amazon vermeidet gerne Steuern, doch die Citymaut werden die Konzern-LKW früher oder später begleichen müssen. Das wäre im Sinne aller Wienerinnen und Wiener."

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