Lindner ad Teen Star: Ministerium muss endlich für volle Aufarbeitung sorgen!

Bildungsministerium ist auch 6 Monate nach ersten Berichten mit Prüfergebnis säumig

Wien (OTS/SK) - Besorgt zeigt sich SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner über die aktuellen Entwicklungen rund um den Verein TEEN STAR. Nach zahlreichen Berichten über die fragwürdigen Praktiken des Sexualkundevereins fehle es noch immer an notwendigen Prüfergebnissen oder gar Konsequenzen seitens des Bildungsministeriums. Recherchen der Wochenzeitung Falter und anderer Medien brachten 2018 Berichte ans Licht, wonach dieser Verein in Schulworkshops seit Jahren u.a. Homosexualität als Identitätsproblem und Inhalte wie natürliche Empfängnisverhütung propagiere. „Vor genau einem halben Jahr wurden dem Ministerium durch die HOSI Salzburg die entsprechenden internen Schulungsunterlagen des Vereins übergeben – bis heute liegt noch kein Prüfergebnis vor“, so Lindner. „Gleichzeitig gab Minister Faßmann auf die parlamentarische Anfrage der SPÖ erst im Jänner mehr als unbefriedigende Antworten. Es kann und darf nicht sein, dass die Aufklärung dieser Berichte nicht mit voller Kraft verfolgt wird.“ Im Gegensatz zum Bildungsministerium handelte die Bildungsdirektion Salzburg schon im vergangenen Oktober und untersagte dem Verein TEEN STAR weitere Workshops bis zum Ende der amtlichen Überprüfung. ****

Konkret stellte der Bildungsminister in seiner Antwort auf die Anfrage von Lindner im Jänner klar, dass es noch kein bundesweites Verbot von Workshops dieses Vereins gäbe. Die übergebenen internen Schulungsunterlagen seien in den vergangenen Monaten überprüft worden, ein Ergebnis veröffentlichte das Ministerium aber nicht. „Man kann sich dem Eindruck schwer erwehren, dass der Minister die Verantwortung für den Umgang mit diesen und ähnlichen Inhalten auf die LehrerInnen, die Schulen und die Bildungsdirektionen abwälzt“, so Lindner verärgert. „Transparenz und ernstgemeinte Überprüfungen sehen definitiv anders aus. Wenn der Minister die notwendigen Ergebnisse nicht von sich aus veröffentlicht und entsprechende Konsequenzen zieht, dann werden wir natürlich umgehend eine neue Anfrage ins Parlament bringen – inzwischen die dritte seit Sommer 2018!“

Hier finden Sie die Beantwortung der Parlamentarischen Anfrage zu diesem Thema: https://tinyurl.com/yd8ew9j2

(Schluss) mr/mp

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