- 06.02.2019, 09:00:01
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Karin Kneissl: „Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Form der Körperverletzung.“
Außen- und Integrationsministerium unterstützt Maßnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelung im In- und Ausland
Utl.: Außen- und Integrationsministerium unterstützt Maßnahmen gegen
weibliche Genitalverstümmelung im In- und Ausland =
Wien (OTS) - Der Internationale Tag gegen weibliche
Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / FGM) erinnert
daran, dass weltweit rund 200 Millionen Mädchen und Frauen
von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind. Gewalt gegen
Frauen und Mädchen stellt eine der häufigsten
Menschenrechtsverletzungen weltweit dar.
„Diese archaische Form der Gewalt geschieht im Verborgenen. Wir
brauchen einen eigenen Tatbestand im Strafrecht, um gegen diese
schwere Form der Körperverletzung vorzugehen. Im Rahmen der Taskforce
zur Strafrechtsreform von Staatssekretärin Karoline Edtstadler setzen
wir uns dafür ein“, so Außenministerin Karin Kneissl.
Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat im letzten Jahr
insgesamt € 1,2 Mio. zur Förderung von einschlägigen Projekten in
Äthiopien und in Burkina Faso bereitgestellt. Anlässlich des heutigen
Internationalen Tages gegen FGM kündigte Außenministerin Karin
Kneissl eine weitere Unterstützung im Ausmaß von € 5 Mio für den
internationalen Kampf gegen FGM an. „Mit diesen Mitteln wollen wir in
den kommenden 3 Jahren einen Beitrag zum international wichtigsten
Programm, dem Joint Programme on Female Genital Mutilation von
Welternährungsprogramm (UNFPA) und der UNO-Kinderrechtsorganisation
(UNICEF) leisten“, so die Außenministerin.
Zudem sind allein in Österreich Schätzungen zufolge rund 8.000 Frauen
mit Migrationshintergrund von FGM betroffen. „Um diese Gewalt gegen
Frauen zu stoppen, braucht es im In- und Ausland Maßnahmen zur
Unterstützung der Opfer sowie präventive Aufklärungsarbeit“, so Karin
Kneissl.
Im Rahmen der Integrationsarbeit fördert das BMEIA bereits seit
vergangenem Jahr das Projekt FEM Süd, um wichtige Unterstützung für
Betroffene zu leisten sowie präventiv einer Verbreitung von FGM
entgegenzuwirken. Vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) werden
zudem aktuell zusätzlich 1 Million Euro für „Maßnahmen gegen Gewalt
an Frauen im Kontext von Integration und gegen weibliche
Genitalverstümmelung (FGM)" im Rahmen eines Förderaufrufs zur
Verfügung gestellt. Damit soll u. a. eine verstärkte Hilfestellung
für gefährdete und betroffene Frauen und Mädchen, aber auch eine
breite Diskussion zu Formen von kulturell bedingter Gewalt an Frauen,
erreicht werden.
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