• 05.02.2019, 10:00:01
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Mehr als eine halbe Million gesündere Arbeitsplätze in über 1.300 Betrieben

Der Fonds Gesundes Österreich und das Österreichische Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung haben maßgeblich zum Aufschwung der Betrieblichen Gesundheitsförderung beigetragen.

Wien (OTS) - 

Gesunde Arbeitsplätze sind für die Gesundheit und das Wohlbefinden von großer Bedeutung, da wir alle rund ein Drittel der Lebenszeit in der Arbeit verbringen. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist ein Konzept zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Das „BGF-Gütesiegel“ zeichnet Betriebe aus, die vorbildliche und nachhaltige Projekte zur Förderung der Gesundheit durchgeführt haben. Den Auftakt der BGF-Gütesiegerverleihungen machte heute Oberösterreich mit 79 Auszeichnungen, die anderen Bundesländer folgen in den nächsten Wochen. 

Insgesamt werden heuer bundesweit 402 BGF-Gütesiegel verliehen, so viele wie noch nie. 210 Betriebe erhalten das BGF-Gütesiegel zum ersten Mal als Auszeichnung für die hervorragende Umsetzung von Betrieblicher Gesundheitsförderung. Gültig ist das BGF-Gütesiegel für drei Jahre, nach diesem Zeitraum kann es Betrieben wiederverliehen werden, sofern belegt ist, dass ihr Engagement für Betriebliche Gesundheitsförderung weiterhin aufrecht ist oder weiter ausgebaut wurde. Diese Anerkennung für die nachhaltige Implementierung von BGF erhielten 192 Betriebe in Form einer Wiederverleihung. Unter den 402 ausgezeichneten Betrieben finden sich alle Branchen und Betriebsgrößen: z.B. Gastronomie, Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen Sozialeinrichtungen und der öffentliche Dienst. Der kleinste Betrieb beschäftigt vier Personen, der größte 23.000.  

Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen und die Arbeitsplätze deshalb so beschaffen sein, dass sie die Gesundheit fördern, denn gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource für einen Betrieb. Die Beschäftigten sollen auch in die Lage versetzt werden, eigenverantwortlich gesunde Entscheidungen zu treffen. Die mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Betriebe haben bewiesen, dass sie sich umfassend für die Gesundheit der Beschäftigten engagieren. Seit der erstmaligen Verleihung im Jahr 2004 konnten in über 1.300 Betrieben mehr als 528.000 Arbeitsplätze gesünder gestaltet werden“ betont Beate Hartinger-Klein, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und Präsidentin des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), der österreichischen Kompetenz- und Förderstelle für Gesundheitsförderung. 

BGF- eine win-win-win Situation, die sich rechnet

Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Konzept, bei dem es nur Gewinner gibt: Die Beschäftigten durch mehr Gesundheit und Wohlbefinden, die Unternehmen durch motiviertere Mitarbeiter und weniger Krankenstände, und das Gesundheitswesen, da langfristig Kosten vermieden werden“, so fasst Klaus Ropin, der Leiter des FGÖ, die Vorteile zusammen.  

BGF rentiert sich auch auf betrieblicher Ebene: Untersuchungen belegen, dass jeder in die BGF investierte Euro zumindest dreifach zurückfließt. Der demografische Wandel führt dazu, dass die Belegschaft in den Betrieben immer älter wird. Konkurrenzfähig bleiben langfristig daher nur Betriebe, denen es gelingt, gesunde, motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten. BGF ist deshalb eine Kernaufgabe der Unternehmensführung, immer mehr Unternehmen haben das erkannt und setzen entsprechende Projekte um.  

Betriebliche Gesundheitsförderung – viel mehr als ein Apfel

Der Obstkorb im Unternehmen ist ein oft verwendetes plakatives Beispiel dafür, was für die Gesundheit im Unternehmen angeboten wird. Doch BGF ist ein Ansatz, der sehr viel weiter geht: Sie will sowohl individuelle Verhaltensweisen - wie die Ernährung oder Bewegung - verbessern, als auch die Arbeitsbedingungen „gesünder“ gestalten. Es geht insbesondere um

  • die Verbesserung der Arbeitsorganisation, z. B. Arbeitsabläufe und -strukturen im Betrieb,
  • die Förderung einer aktiven Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbeteiligung,
  • die Stärkung persönlicher Ressourcen und Kompetenzen, z. B. Gesundes Führen oder das Erkennen von Anzeichen für Burn-out oder Mobbing 

Das „Österreichische Netzwerk BGF“ ist der Garant dafür, dass BGF nach internationalen Standards in hoher Qualität umgesetzt wird

Dass Österreich bei der Umsetzung Betrieblicher Gesundheitsförderung im europäischen Spitzenfeld rangiert, ist maßgeblich dem Österreichischen Netzwerk BGF zu verdanken. Es ist ein Zusammenschluss der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Interessensvertretungen Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Gewerkschaftsbund und Industriellenvereinigung sowie dem FGÖ als unterstützendem Partner.

Die Zahl der Unternehmen mit hervorragenden BGF-Projekten steigt stetig – in allen Betriebsgrößen und Branchen. Als Koordinationsstelle des Netzwerks-BGF ist die OÖGKK besonders stolz, diese Entwicklung in Österreich so maßgeblich mitgestalten zu können“ so Albert Maringer, OÖGKK-Obmann und Vorsitzender des Ausschusses für Krankenversicherung und Prävention. 

Die zentrale Aufgabe des Netzwerks ist die Qualitätssicherung, damit dort wo BGF drauf steht, auch BGF drin ist. Kernelement ist das dreistufige Qualitätsmanagement-System mit der BGF-Charta, dem BGF-Gütesiegel und dem BGF-Preis, die auf Basis der „Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union“ entwickelt wurden. Die Koordinationsstelle organisiert zudem Gemeinschaftsprojekte und den Wissensaustausch zwischen den Regional- und Servicestellen. 

Der FGÖ hat das Qualitätsmanagementsystem des Österreichischen Netzwerks BGF mitentwickelt und fördert es zur flächendeckenden Umsetzung im Rahmen einer strategischen Kooperationspartnerschaft. 

Das vom Netzwerk entwickelte „Handbuch Betriebliche Gesundheitsförderung“ zeigt, wie BGF in Betrieben jeglicher Größe und Branche umgesetzt werden kann. Es listet alle Regional- und Servicestellen sowie die Partner/innen des Netzwerks auf, die bei der Umsetzung von BGF behilflich sind. Alle Informationen und Materialien sind abrufbar unter www.netzwerk-bgf.at. Weitere Informationen erhält man per Mail oenbgf@ooegkk.at oder telefonisch unter 05 78 07 - 10 35 16.

Der Fonds Gesundes Österreich – seit mehr als zwanzig Jahren ein Motor der Betrieblichen Gesundheitsförderung 

Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) hat maßgeblich zum Aufschwung der BGF in Österreich beigetragen.  

  • Seit der Gründung des FGÖ vor über 20 Jahren ist BGF ein zentraler Schwerpunkt der Projektförderung. Die fortschreitende Digitalisierung bedingt einen umfassenden Wandel im Arbeitsleben („Arbeitswelt 4.0“), der durch eine zunehmende Individualisierung und Flexibilisierung sowie psychosoziale Belastungen gekennzeichnet ist. Ein neuer Förderschwerpunkt ist deshalb „BGF in der Arbeitswelt 4.0“. Damit wird die Entwicklung innovativer Zugänge unterstützt, die sich mit den neuen Herausforderungen auseinandersetzen und zur Stärkung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit beitragen.
  • Neben der Projektförderung bietet der FGÖ das für die Bedürfnisse von Betrieben maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramm „BGF-Know how“. Es vermittelt innerbetrieblichen Verantwortungsträger/innen und Beschäftigten das Rüstzeug, um BGF-Projekte erfolgreich planen und umsetzen zu können.
  • Um Unternehmen zu motivieren, ein BGF-Projekt zu starten, werden vom FGÖ in der Broschüre “Betriebliche Gesundheitsförderung in Österreich“ aktuelle Beispiele guter Praxis vorgestellt. Sie zeigen die Motive und Herausforderungen, die Umsetzungsschwerpunkte und Maßnahmen, und welche Effekte bzw. welchen Nutzen BGF-Maßnahmen haben.
  • Zwei Leitfäden zu den Themen „Mobbing“ und „Burn out“ unterstützen Führungskräfte dabei, im Arbeitsalltag die Anzeichen für diese Phänomene zu erkennen und zeigen Maßnahmen zur Problemlösung. 

Informationen zu den Fördermöglichkeiten und den aktuellen Weiterbildungsseminaren sind auf www.fgoe.org zu finden, wo auch die genannten Publikationen zum Download bereitstehen bzw. bestellt werden können.

Rückfragen & Kontakt

Fonds Gesundes Österreich
Mag. Markus Mikl
Kommunikation
01-895 04 00-716 Mobil 0676 848191129
markus.mikl@goeg.at
www.fgoe.org

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