• 04.02.2019, 12:57:03
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  • OTS0126

Grüne OÖ: Mayr: Neue Transit-Autobahn durch das Mühlviertel ist ein Irrwitz für Mensch und Umwelt

Mit Mega-Projekt „Waldviertel-Autobahn“ droht OÖ noch mehr Transit - Verkehrsgau im Zentralraum vorprogrammiert

Utl.: Mit Mega-Projekt „Waldviertel-Autobahn“ droht OÖ noch mehr
Transit - Verkehrsgau im Zentralraum vorprogrammiert =

Linz (OTS) - „Noch mehr Verkehr, noch mehr Stau, noch mehr Abgase:
Wir stecken bereits in der schlimmsten Klimakrise. Aber die FPÖ ist
bereit, eine neue Transit-Schneise durch unser Land zu treiben, eine
noch größere Blechlawine auszulösen und vor allem noch mehr LKW nach
Oberösterreich zu holen. Das ist höchstgradig verantwortungslos und
geradezu ein Irrwitz. Ich fordere von FP- Verkehrslandesrat
Steinkellner jetzt Geheimniskrämerei und Relativierung zu beenden und
alle Fakten auf den Tisch zu legen. Die OberösterreicherInnen müssen
umfassend über dieses Projekt informiert werden“, fordert der
Verkehrssprecher der Grünen OÖ LAbg. Severin Mayr eine klare
Stellungnahme von LR Steinkellner.

Konkret treibt das Land Niederösterreich den Bau einer Autobahn
durchs Waldviertel bis nach Oberösterreich voran. Diese soll das
nördliche Niederösterreich queren und eine hochrangige
Straßenverbindung zwischen der S 3 Weinviertel Schnellstraße und der
S 10 Mühlviertler Schnellstraße bilden. Der Korridor verläuft von
Stockerau über Hollabrunn, Horn und Gmünd bis nach Freistadt.

Mehr Verkehr, mehr Stau, schlechtere Luft
Diese neue Autobahn bedeutet tausende zusätzliche PKW und LKW aus dem
Waldviertel. „Die Folgen werden nicht nur das untere Mühlviertel,
sondern auch Linz mit voller Wucht treffen. Schon jetzt ist der
Zentralraum heillos überlastet. Man kann sich leicht ausmalen, was
eine zusätzliche Blechlawine aus dem Waldviertel bedeutet“,
kritisiert Mayr, der auch auf die enormen Kosten von fünf Milliarden
Euro für diese Autobahn verweist. „Um dieses Geld könnte man alle
wichtigen Öffi-Projekte in Oberösterreich verwirklichen. Und zwar
nicht nur einmal, sondern gleich drei Mal. Aber Asphalt ist ganz
offensichtlich noch immer vielfach wichtiger als Schiene“, betont
Mayr.

Ebenso enorm ist der Bodenverbrauch für dieses Mega-Projekt. Bis zu
500 Hektar Boden könnten dadurch allein in Oberösterreich betroffen
sein. „Das entspricht zusammengerechnet etwa allen (!) Fußballfeldern
in unserem Bundesland. Der Kampf gegen die ohnehin schon massive
Bodenversiegelung wird durch solche Projekte zum Hohn“, kritisiert
Mayr.

Mayr: „In Zeiten der Klimakrise eine völlig neue Autobahn zu planen,
geht an der Realität vorbei. Wir erwarten von Landesrat Steinkellner
eine klare Stellungnahme zu diesem Projekt. Er muss sich erklären, ob
Oberösterreich bereit ist, diese klima- und umweltschädlichen Pläne
zu unterstützen oder sich den wirklich zukunftstauglichen
Verkehrslösungen widmet“.

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