Der Uni Salzburg laufen die Studierenden davon

ÖH Salzburg entschieden gegen Zugangsbeschränkungen

Anstatt jahrelang zu überlegen, wie man junge Leute vom Studium abhält, hätte man fragen sollen, wie die Uni Salzburg für Studierende attraktiver wird
Felix Klein, Vorsitzender der ÖH Salzburg
Wenn das neue Rektorat nicht gegensteuert und die Attraktivität Salzburgs und die Studierbarkeit erhöht, werden die Studierendenzahlen weite sinken - und folglich auch das Budget.
Felix Klein, Vorsitzender der ÖH Salzburg

Salzburg (OTS) - Jahrelang hat man auch an der Uni Salzburg über Zugangsbeschränkungen geredet. Zuletzt wurden sogar neue Hürden für Studierende errichtet, wie z.B. 2018 beim Master Europea Union Studies und 2016 für alle Lehramtsstudiengänge. Die Zahlen zeigen aber, dass die Uni Salzburg tatsächlich aber eher das gegenteilige Problem hat: Der Uni laufen die Studierenden davon.

Seit 2015 sinkt die Zahl der neuzugelassenen Studierenden schrittweise. Am Fachbereich Kommunikationswissenschaft wird im nächsten Studienjahr sogar die Aufnahmeprüfung ausgesetzt. Denn seit Jahren wollen weniger junge Leute Kommunikationswissenschaften studieren als es Plätze gibt.

Aber auch der entgegengesetzte Effekt ist zu beobachten: direkt nach Einführung von Aufnahmetests im Lehramtsstudium wurden stark gesunkene Anmeldungen von Studieninteressierten verzeichnet. Die Turbulenzen und Probleme bei der Neugestaltung des Lehramts und die Zusammenlegung mit Oberösterreich zum "Cluster Mitte" hat viele potenzielle Studierende verschreckt. Viele oberösterreichische Studierende können jetzt in
Linz studieren anstatt in Salzburg.

Für die Uni Salzburg hat der Einbruch der Studierendenzahlen weitreichende Folgen: Aufgrund des neuen Modells der Studienplatzfinanzierung hängt das Uni-Budget von der Zahl der Studienplätze ab. Je weniger Personen mindestens 16 ECTS-Punkte im Jahr an Prüfungen bestehen, desto mehr schrumpfen die Uni-Gelder. Nun drohen Einbußen in Millionenhöhe. "Anstatt jahrelang zu überlegen, wie man junge Leute vom Studium abhält, hätte man fragen sollen, wie die Uni Salzburg für Studierende attraktiver wird", sagt Felix
Klein, Vorsitzender der ÖH Salzburg: "Wenn das neue Rektorat nicht gegensteuert und die Attraktivität Salzburgs und die Studierbarkeit erhöht, werden die Studierendenzahlen weite sinken - und folglich auch das Budget."

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