Bürokratie und Chaos durch sinnlose Zugangsbeschränkungen

Rektorat und Ministerium beschränken Studium gegen den Willen der Fakultät

Wien (OTS) - Der bildungspolitische Abwärtstrend der letzten Jahre wird mit Überzeugung weiterverfolgt.
Ab Wintersemester 2019 sollen an der TU Wien die Studienrichtungen Architektur und Raumplanung zugangsbeschränkt werden. Von aktuell ca. 1200 Studienanfänger_innen in diesen beiden Studienrichtungen sollen laut TU Wien ab nächstem Jahr maximal 825 übrig bleiben.

Absurde bürokratische Hürden ohne Sinn und Zweck können nicht der nächste Entwicklungsschritt unseres Bildungssystems sein. Der freie Hochschulzugang ist eine gesellschaftliche Errungenschaft, die hier leichtfertig weggeworfen wird.
"Es wird Zeit und Geld in ein benachteiligendes und selektives Verfahren investiert, ohne dass die Qualität des Studiums dadurch gesteigert wird.", meint Viktoria Edler, Vorsitzende der Studienvertretung Architektur.

Pläne zur Umsetzung sind ein halbes Jahr vor Beginn des Aufnahmeverfahrens nicht vorhanden. Studieninteressierte werden einfach im Dunkeln gelassen.

Die kürzlich überarbeitete Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP), die den Studierenden möglichst früh aufzeigen sollte, ob sie für das Studium geeignet sind, wird durch die neuen Zugangsbeschränkungen ad absurdum geführt.

Selbst die Fakultät für Architektur und Raumplanung spricht sich bei der Fakultätsratsitzung am 4. Dezember 2018 gegen die Beschränkungen aus. Dieses Verfahren wird der Fakultät von außen aufgedrängt - gegen den Willen derjenigen, die dem Studienalltag am nächsten sind: Lehrenden und Studierenden.

Die HTU Wien spricht sich entschieden gegen Zugangsbeschränkungen aus und fordert, dass in Zukunft wieder mehr Fokus auf eine ausreichende Finanzierung der Universitäten anstatt einer kontinuierlichen Verschlechterung der Situation für Studierende gesetzt wird.

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Daniel Colin-Hernandez

1. Stv. Vorsitzender der Hochschülerinnenschaft an der TU Wien
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