- 01.02.2019, 10:53:30
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ÖAMTC: Das Elektroauto im Faktencheck (+Foto)
Mobilitätsclub beantwortet Fragen zu Reichweite, Lademöglichkeiten und Förderungen
Utl.: Mobilitätsclub beantwortet Fragen zu Reichweite,
Lademöglichkeiten und Förderungen =
Wien (OTS) - Knapp 21.000 Elektroautos waren Ende 2018 in Österreich
laut Statistik Austria angemeldet. Auch wenn Verbreitung und
Akzeptanz stark zugenommen haben – vor zehn Jahren lag der Bestand in
Österreich noch bei 146 E-Autos – herrscht bei den Konsumenten nach
wie vor eine gewisse Unsicherheit, die ein größeres Plus bei den
Neuzulassungen verhindert. Der ÖAMTC hat sich als moderner
Mobilitätsclub die wichtigsten Fragen rund um das Elektroauto
angesehen und gibt sachliche und verlässliche Antworten zu Themen wie
Reichweite, Ladung, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit.
* Wie hoch ist die Reichweite eines E-Autos? "Grundsätzlich hängt die
Reichweite sehr stark von Fahrer und Außentemperatur ab. Eine
bedeutende Rolle spielt natürlich auch die Größe der Batterie: Je
größer, desto weiter kommt man", erklärt ÖAMTC-Cheftechniker Thomas
Hametner. Weil die Akkugröße gleichzeitig maßgeblich für den
Anschaffungspreis ist, sieht der ÖAMTC den breiten Einsatz von
E-Autos eher im Stadtverkehr, wo kleinere und damit günstigere
Batterien ausreichen.
* Muss ich beim Fahren etwas beachten? Zunächst sollte man checken,
ob der Ladezustand ausreichend für die Fahrstrecke ist. Ist man
unterwegs, fährt sich ein E-Auto einfach und angenehm. Schalten ist
nicht notwendig, die ganze Kraft des Motors steht bei jeder Drehzahl
und Geschwindigkeit voll und mit maximalem Drehmoment zur Verfügung.
"Der größte Unterschied zum herkömmlichen Fahrzeug liegt in der
Rekuperation, also der Rückgewinnung von Bewegungsenergie. Wenn man
den Fuß vom Fahrpedal nimmt, verzögert das Fahrzeug und die daraus
gewonnene Energie lädt den Akku. Bei vorausschauender und geschickter
Fahrweise kommt man so mit relativ wenig Bremsen aus", sagt der
ÖAMTC-Experte.
* Wo kann ich mein E-Auto laden? Unterwegs lädt man an einer
E-Ladesäule. Weil die Anzahl der Ladepunkte deutlich geringer ist als
die der herkömmlichen Tankstellen, muss die Fahrt genauer geplant
werden. "Auch zuhause kann man laden. Grundsätzlich ist das an jeder
Steckdose möglich, dauert allerdings – je nach Ladeleistung –
entsprechend lang", weiß Hametner. Sinnvoller ist daher eine Wallbox,
die man vom Elektriker installieren lässt. Kostenpunkt: Zwischen 600
und 1.000 Euro. Eigenheim-Besitzer sind bei der Ladung zuhause im
Vorteil – wer hingegen im Mehrparteien-Haus wohnt, hat es schwerer,
weil meist Genehmigungen von Behörden, Hausverwaltung, anderen
Mietern, Wohnungseigentümern etc. erforderlich sind, was sich auch
noch von Bundesland zu Bundesland unterscheidet.
* Was kostet mich das Laden? Die Kosten hängen davon ab, wo man sein
Auto auflädt. Daheim lädt es sich mit rund 20 Cent pro Kilowattstunde
sehr günstig. Unterwegs ist man hingegen von verschiedenen Anbietern
und Gegebenheiten abhängig. Hametner: "Manche Anbieter verrechnen
nach Ladedauer, andere nach abgegebener Energie. Vorsicht: Es können
auch Parkkosten anfallen. Die Verrechnung findet mittels Ladekarten
statt. Viele Anbieter sind zu Roaming-Verbänden zusammengeschlossen
und erlauben die übergreifende Nutzung der Ladekarten." Ein Beispiel
dafür ist der Bundesverband Elektromobilität Österreich. Achtung: Die
Preise können sich innerhalb des Verbandes sehr wohl je nach Anbieter
unterscheiden.
* Ist ein E-Auto sicher für Insassen und Retter? "Crashtests zeigen,
dass E-Autos die gleichen Sicherheitsstandards erfüllen wie Fahrzeuge
mit Verbrennungsmotor. Bei einem Unfall schaltet sich das
Hochvolt-System automatisch ab", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker.
Erkennt die Feuerwehr ein verunfalltes Fahrzeug als E-Auto
(Rettungskarte und die neuen, grünen Kennzeichen helfen dabei),
kommen spezielle Schutzhandschuhe zum Einsatz. Generell werden
bereits viele Feuerwehren – und auch die Pannenfahrer des ÖAMTC – im
Umgang mit E-Autos speziell geschult.
* Wie viel kostet ein E-Auto überhaupt? Wie bei Fahrzeugen mit
Verbrennungsmotor ist diese Frage nicht allgemein zu beantworten – zu
breit ist mittlerweile die Auswahl an Modellen. Von rund 20.000 bis
an die 100.000 Euro reicht die Preisspanne aktuell.
* Welche Förderungen gibt es? Wer sich als Privatperson für den Kauf
entscheidet, wird mit verschiedenen Förderungen und Prämien
unterstützt. Das betrifft nicht nur den Kauf des Fahrzeugs selbst,
der mit 3.000 Euro netto gefördert wird, sondern auch die Anschaffung
von Ladeinfrastruktur wie einer Wallbox. Zusätzlich gibt es in
manchen Bundesländern und Gemeinden weitere Zuschüsse und es gibt
keine NoVA sowie keine motorbezogene Versicherungssteuer.
* Ist ein E-Auto tatsächlich umweltfreundlich? "Um diese Frage zu
beantworten, muss das Fahrzeug gesamtheitlich betrachtet werden",
stellt Hametner klar. "So ist der Betrieb zwar emissionsfrei, jedoch
entstehen bei der Produktion der Batterie und des Stromes fürs
Aufladen sehr wohl Emissionen." Je nach Grundannahme (besonders
Akkugröße und Strommix) muss man mit einem E-Auto daher 40.000 bis
60.000 Kilometer fahren, um tatsächlich CO2-neutraler unterwegs zu
sein als mit einem Diesel- oder Benzinfahrzeug. Näheres dazu steht im
Expertenbericht "Mobilität 2030".
Alles zum Thema E-Mobilität und den entsprechenden Leistungen des
ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/thema/elektromobilitaet. Ein
Foto zu dieser Aussendung findet man unter www.oeamtc.at/presse.
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