• 01.02.2019, 10:12:36
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AK: ArbeitnehmerInnen brauchen ausreichende Aus- und Weiterbildungschancen

Wien (OTS) - „Dass die Arbeitslosigkeit abermals leicht zurückgeht,
ist ein gutes Zeichen. Weniger gut ist, dass es Gruppen gibt, die
davon kaum oder gar nicht profitieren“, kommentiert Alice Kundtner,
Bereichsleiterin für Soziales in der AK Wien, die aktuellen
Arbeitsmarktzahlen. Vom Aufwind auf dem Arbeitsmarkt wenig bis gar
nichts verspüren vor allem jene, die über keine abgeschlossene
Berufsausbildung verfügen oder deren Ausbildung dringend eine
Aktualisierung bzw. eine zweite Chance für einen Neubeginn brauchen.
„Gerade angesichts der Herausforderungen, die die Digitalisie-rung
mit sich bringt, brauchen die ArbeitnehmerInnen ausreichende Aus- und
Weiterbildungschancen“, sieht Kundtner auch die Regierung am Zug.

Die Verlängerung des Fachkräftestipendiums bis 2020 ist ein wichtiger
Schritt, aber speziell für Arbeitssuchende sind unbedingt weitere
Qualifizierungsmöglichkeiten notwendig. „Dafür braucht es aber eine
aktive Arbeitsmarktpolitik. Mittel kürzen, Maßnahmen streichen
gehören da nicht dazu. Vielmehr braucht es ausreichend Budgets für
Weiterbildung, Umschulungen, Erstausbildung und Beratung. Für gute,
erfolgreiche Beratung im Arbeitsmarktservice ist eine ausreichende
personelle Ausstattung Grundbedingung. Nötig sind jedenfalls mehr als
die 350 geplanten zusätzlichen Planstellen.“ Dazu gehört für Kundtner
auch, dass genügend Plätze in der überbetrieblichen Ausbildung für
Jugendliche zur Verfügung stehen müssen.

AK setzt konkrete Schritte
„In einer Zeit, in der Wissen extrem schnell überholt ist, wird Aus-
und Weiterbildung zum wichtigsten Rüstzeug für die Zukunft. Dem
wollen wir mit unserem Zukunftsprogramm gerecht werden“, sagt
Kundtner. Herzstück dieses Programms, das die Arbeiterkammern für die
nächsten fünf Jahre erarbeitet haben, ist eine großangelegte
Digitalisierungsoffensive, die ausschließlich den ArbeitnehmerInnen –
mit oder ohne Beschäftigung – zugutekommen soll. Bundesweit werden
für diese Offensive von den Arbeiterkammern 150 Millionen investiert.
„Damit starten wir eine Arbeitsmarktoffensive, die es in dieser Form
noch nie gegeben hat. Wir wollen dazu beitragen, dass die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich nicht von der digitalen Welle
überrollt fühlen, sondern auf ihr surfen können. Die Umsetzung dieses
Vorhabens beginnt jetzt!“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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