FMK-Reaktion auf PK „Gesundheitsrisiko Mobilfunk“

Schon wieder Angstmache: ÄGU- und Ärztekammer-Rundumschlag gegen 5G– angeführte Argumente zeugen jedoch von Nichtwissen um 5G-Basics

Wien (OTS) - In einer Pressekonferenz der ÄGU haben heute Dr. Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner, Dr. Piero Lercher von der Ärztekammer und Eva Rath, selbsternannte Mobilfunk-Expertin, zu einem Rundumschlag gegen die bevorstehende Einführung der 5G-Mobilfunk-Technologie ausgeholt.

Der Tenor: 5G sei eine neue, unbekannte Technologie und daher nicht sicher.

So sagte beispielsweise Dr. Lecher auf der PK allen Ernstes, dass es keine Studien gäbe, die sich mit der Hochfrequenz-Technologie beschäftige. Das ist natürlich völlig falsch, es gibt hunderte Studien in diesem Bereich!

Die Funk-Technologie für Mobilfunkanwendungen hat sich in den letzten 40 Jahren – seit Einführung des B-Netzes in Österreich – nicht verändert: Noch immer werden Funkwellen verwendet um drahtlos Informationen zu übertragen.

Was sich verändert hat, sind die Übertragungsprotokolle. Damals noch analog, konnte lediglich Sprache übertragen werden, seit den 1990ern wird digital übertragen, was bis zur heutigen Entwicklung von 5G geführt hat. Funk ist jedoch Funk geblieben.

Anders gesagt:

Wenn man Musik hört – die „Übertragungstechnologie“ sind durch Lautsprecher erzeugte Schallwellen – und das Stück von einem Satz zum nächsten von „Lento“ über „Allegretto“ hin zu „Presto“ wechselt, bleibt es die gleiche Übertragungstechnologie.

Und da – diesem Beispiel folgend – die Lautstärke, also die Sendeleistungen, im Laufe der Entwicklung deutlich verringert wurden – heute arbeiten Smartphones mit maximal 0,125 Watt – hat sich auch die Intensität der Signale nicht erhöht.

Lercher verstieg sich auch, Mobilfunk mit Mikrowellenherden zu vergleichen, was entweder auch nichts anderes als Angstmache ist oder Unwissenheit.

Auch Dr. Hutter argumentierte, dass Details zu 5G nicht bekannt seien. Das ist ebenfalls falsch, das Übertragungsprotokoll 5G ist fertig entwickelt und läuft in Testbetrieben einwandfrei.

Zuletzt berief er sich auf die Einschätzung der WHO, dass Funkanwendungen „möglicherweise“ kanzerogen sind. Was er jedoch verschwieg: Die WHO sagt aber ganz klar, dass es nicht wahrscheinlich ist, durch Funkanwendungen derart zu erkranken!

Darüber hinaus wurde der Mobilfunkindustrie „fehlender Präventionsgedanke“ vorgeworfen.

Das ist falsch: Die automatische, angepasste Sendeleistungsreduzierung ist eine wesentliche Funktion der Mobilfunktechnologie!

Auch handelt es sich nicht, wie vorgeworfen, um ein neues „Experiment“: Funkwellen werden schon seit über 100 (!) Jahren zur drahtlosen Informationsübertragung verwendet und sind bestens erforscht – auch wenn sich Dr. Lercher über Kinder, die Wählscheibentelefone nicht mehr bedienen konnte vor den Journalisten anüsierte.

Diese Fakten zeugen jedenfalls davon, dass sich die Protagonisten mit dem Thema nur einseitig und mit der 5G-Technologie scheinbar ebenfalls nicht ausreichend auseinander gesetzt haben sondern auch den aktuellen Konsens des Wissenschaftlichen Beirats Funk (WBF) vom November 2018 und die Erkenntnisse der WHO ignorieren.

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Gregor Wagner
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