ÖSTERREICH: Mikl-Leitner fordert von Regierung mehr Studienplätze für Mediziner

Landeshauptfrau unterstützt auch strengere Strafen für Gewalttäter – „Gelbe Karte für Waldhäusl hat ihre Gültigkeit“

Wien (OTS) - Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fordert von der Regierung Handlungen gegen den Mangel an Hausärzten. In ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) verlangt sie konkret mehr Studienplätze für Medizin: „Wir haben bereits Initiativen gesetzt und die Karl-Landsteiner-Privatuniversität in Krems gegründet, um selbst mehr Studienplätze für Medizin anzubieten. Das erwarte ich auch vom Bund. Es kann nicht sein, dass sich 16.000 junge Menschen bewerben und nur 1.600 Studienplätze zur Verfügung stehen. Vor allem, wo wir wissen, dass an die 50 Prozent aller Ärzte in den nächsten 10 Jahren in Pension gehen.“

Über die Serie von Frauenmorden in NÖ zeigt sich Mikl bestürzt:
„Die Bevölkerung ist verunsichert. So etwas darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Die meisten Morde haben im familiären Umfeld stattgefunden. Ich fordere ein verpflichtendes Anti-Gewalt-Training für Gewalttäter. Ich halte das für entscheidend.“ Auch strengere Strafen befürworte sie: „Das unterstütze ich: Hier kann es nur null Toleranz geben, härtere Strafen müssen kommen.“

In Richtung ihres Asyllandesrates Gottfried Waldhäusl sagt Mikl-Leitner: „Politische Handlungen haben rechtsstaatlich zu erfolgen. Darauf werde ich auch in Zukunft genau schauen. Bei Drasenhofen war das nicht der Fall. Dazu habe ich auch klare Worte gefunden. Die Gelbe Karte für Herrn Waldhäusl hat noch Gültigkeit. Aber ich werde sicher nicht jede seiner Äußerungen bewerten und damit aufwerten.“ Ob sie schon bereue, nicht Udo Landbauer in die Landesregierung genommen zu haben? Mikl verneint: „Da hat sich meine Position nicht verändert. Die FPÖ hat aufgrund des Wählervotums ein Anrecht auf einen Sitz in der Landesregierung. Wir arbeiten zusammen, aber nicht mit Herrn Landbauer.“

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