AK zur Jahresinflation 2018: Wohnen muss leistbar sein!

Mietensteigerung liegt weiterhin stark über Jahresinflation – Fünf-Punkte-Programm mit Wohnbonus und neuem Mietrecht als Ausgleich für steigende Mieten gefordert

Wien (OTS) - „Die Wohnkosten steigen und steigen. Wann ist endlich die Entlastung für Mieter und Mieterinnen dran?“, fragt AK Präsidentin Renate Anderl. „Wir haben ein Fünf-Punkte-Programm erstellt, das Wohnen leistbar macht. Ein Wohnbonus, also ein steuerlicher Absetzbetrag für Wohnkosten, ein neues Mietrecht für private Mietwohnungen, keine Maklerprovision für Mieter mehr, höhere Sanktionen bei Mietwucher und mehr geförderter Wohnbau soll die Menschen entlasten.“ Die Mieten (plus 3,7 Prozent) stiegen nahezu um das Doppelte der Jahresinflation 2018 (plus 2,0 Prozent).

„Vor allem in den Städten wird es vor allem für junge Menschen immer schwieriger, sich die eigenen vier Wände zu finanzieren“, sagt Anderl. „Die Wohnkosten brennen vielen unter den Nägeln. Für Mieter und Wohnungssuchende muss etwas getan werden.“ Die AK hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, das auf mehreren Ebenen ansetzt, um Wohnen günstiger zu machen.

1) Steuerlicher Wohnbonus: Ein Wohnbonus im Rahmen der Steuerreform, mit dem zehn Prozent der Wohnkosten, maximal 500 Euro, von der Lohn-bzw. Einkommenssteuer abgesetzt werden können. Bei einem Jahreseinkommen unterhalb der Einkommenssteuergrenze (11.000 Euro) wird der Wohnbonus als Steuergutschrift ausbezahlt. Bei hohen Einkommen schleift sich der Absetzbetrag ein, ab 90.000 Euro Jahreseinkommen und mehr gibt es keinen Wohnbonus mehr. Absetzbare Wohnkosten sind der laufende Miet-zins (inklusive Umsatzsteuer) ohne Betriebskosten, der Kauf von Wohnraum, egal ob Neubau oder Ankauf sowie die Sanierung von Wohnraum.

2) Neues Mietrecht: Ein neues Mietrecht für private Wohnungen mit wirksamen Mietzinsobergrenzen, klar definierten und begrenzten Zu-und Abschlägen. Überdies müssen die befristeten Mietverträge abgeschafft werden, außer bei Eigenbedarf für VermieterInnen.

3) Weg mit der Maklerprovision für MieterInnen: Der Erstauftraggeber soll die Maklerprovision zahlen – das ist im Regelfall der Vermieter, der seine Wohnung vermieten möchte.

4) Wirksame Sanktionen bei Mietwucher: VermieterInnen sollen etwa bei gesetzwidrig vereinbarten Mietzinsen das Doppelte des unrechtlich kassierten Betrages zurückzahlen.

5) Mehr geförderter Wohnbau: Mit der Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ setzte Wien einen Schritt in die richtige Richtung. Zusätzlich müssen Grundstücksreserven, die Bund und Länder besitzen, vorrangig für den geförderten Wohnbau gesichert und verwendet werden.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
ChefIn vom Dienst
+43 1 50165 12565
presse@akwien.at
https://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002