- 16.01.2019, 10:08:11
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ÖAMTC: Fahrt in den Skiurlaub nur mit gesicherter Ladung (+ Foto)
Damit Skischuhe & Co. nicht zum tödlichen Geschoss werden
Utl.: Damit Skischuhe & Co. nicht zum tödlichen Geschoss werden =
Wien (OTS) - In den vergangenen Tagen ist in Teilen Österreichs sehr
viel Neuschnee gefallen. Sobald sich die Verkehrssituation in den
betroffenen Gebieten beruhigt hat, ist mit einem Ansturm an
Wintersportlern auf die präparierten und gesicherten Pisten zu
rechnen. Das bedeutet leider noch viel zu oft: Schnell die Rückbank
umlegen, Ski, Stöcke und sonstige Ausrüstung ins Auto werfen und los
geht's. "Die Sicherung der Sportgeräte wird häufig zur Nebensache –
und das kann fatale Folgen haben", warnt ÖAMTC-Techniker Steffan
Kerbl. "Tests des Mobilitätsclubs haben mehrfach gezeigt, dass
beispielsweise ein 2 kg schwerer Skischuh mit einer Wucht von 100 kg
auf einen Fahrzeuginsassen prallt, wenn es zu einem Frontalcrash
kommt." Diese 50-fache Belastung tritt übrigens bereits bei einer
Geschwindigkeit von 50 km/h auf. Mit höherem Tempo potenziert sich
die Gefahr sogar: Doppelte Geschwindigkeit bedeutet vierfache
Aufprallenergie
Der ÖAMTC-Experte hat die wichtigsten Tipps zur Ladungssicherung, die
normalerweise nur wenige Minuten dauert und im Notfall Leben retten
kann:
* Sperrige Gegenstände, darunter Ski oder Snowboard, gehören in die
Dachbox. Allerdings nicht lose, sondern mit Spanngurten festgezurrt,
weil die Box selbst ansonsten in kritischen Fahrsituationen zu einer
Gefahr werden kann. Beim Beladen sind außerdem die zulässige Nutzlast
der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos zu beachten.
* Schweres in den Kofferraum und nach unten. Koffer, Taschen und
Skischuhe werden im Kofferraum möglichst weit unten an der Rückseite
der hinteren Sitzbank oder im hinteren Fußraum verstaut. Auf der
Hutablage sollte gar nichts liegen, auf Rücksitzen nur, wenn es mit
Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist. Werden Ski oder Snowboard
im Innenraum transportiert, sollten die Kanten abgedeckt werden
(Skisack oder Decke).
* Auch im Fahrzeug bzw. Kofferraum sollte man für schwere Gegenstände
Zurrgurte oder Netze verwenden. Als zusätzliche Verstärkung kann man
die Sicherheitsgurte nutzen, wenn man die Rückbank nicht umlegt.
* Wichtig ist beim Packen, dass die Sicht frei bleibt. "Der
"3-S-Blick" also über Innenspiegel, Außenspiegel und über die
Schulter, muss jederzeit möglich sein.
Mangelnde Ladungssicherung – bis 5.000 Euro Strafe möglich
Nicht gesicherte Ladung kann auch strafbar sein. "Bis zu 5.000 Euro
sind möglich. Außerdem kann die Weiterfahrt verboten werden", warnt
ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer. Verstöße gegen die
Ladungssicherungspflicht werden sogar mit einer Vormerkung geahndet,
wenn die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. "Eine lose auf dem
Rücksitz liegende Tasche gehört hier zwar nicht dazu. Sehr wohl aber
schlecht gesicherte Ski und eine falsch montierte Dachbox, die sich
selbständig machen, auf der Straße landen und den Nachfolgeverkehr
gefährden kann", stellt Hoffer klar.
Aviso an die Redaktionen: Ein Foto zu dieser Aussendung findet man
unter www.oeamtc.at/presse.
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