Plastik-Lawine stoppen: Beschlossene EU-Einwegkunststoffrichtlinie zeigt gute Wege auf, es gilt rasch zu agieren

Die oö. Umweltprofis unterstützen die beschlossene EU-Richtlinie über Einwegplastik und fordern nach Inkrafttreten rasche Umsetzung in Politik und Wirtschaft.

Linz (OTS) - Die Einigung von EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Rat auf einen gemeinsamen Gesetzestext der EU-Richtlinie „Zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt“ sehen die oö. Umweltprofis der kommunalen Abfallwirtschaft als sehr begrüßenswert an. Der Vorsitzende des Landesabfallverbandes, Bgm. Roland Wohlmuth, freut sich über diesen Meilenstein, um die Plastik-Lawine zu stoppen. „Es gilt jetzt rasch die EU-Richtlinie zu verabschieden und dann alle nötigen Maßnahmen in den Nationalstaaten konsequent umzusetzen. Politik und Wirtschaft sind gefordert, dieses von der EU gestaltete, neue Geschäftsmodell einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei den Kunststoffen, zügig und innovativ auf die Beine zu stellen.“

Die oö. Umweltprofis wollen selbst auch aktiv werden, vor allem in Hinsicht Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. Mit der neuen EU-Richtlinie will man vor allem jenen zehn Einwegprodukten aus Kunststoff, die in Europa am häufigsten an den Stränden und im Meer gefunden werden, den Kampf ansagen. Die neue Richtlinie enthält daher u.a. ein gänzliches Verbot von Einwegplastikprodukten wie Trinkhalme, Wattestäbchen mit Kunststoffschaft, Einweg-Plastikteller und -besteck, Luftballonstäbchen, für die es bereits eine nachhaltigere Alternative gibt. „Die Wirtschaft bietet dem einzelnen Konsumenten bereits eine Reihe an umweltfreundlichen Ersatzprodukten an, z.B. bei Strohhalmen solche aus Papier, Metall, Glas, Bambus, Mais und natürlich echtem Stroh. Die Konsumenten in OÖ können bereits wählen und wir oö. Umweltprofis möchten ihn zum täglichen „Plastiksparen“ motivieren und auch rundum über das Warum grundlegend informieren“, betont Wohlmuth.

Der Anstieg an Plastikprodukten hat enorm zugenommen. 2016 in Europa bereits 60 Mio. Tonnen! Über die getrennte Abfallsammlung erfassen wir in OÖ bereits 26 kg/EW (vom ASZ bis zum gelben Sack), im Restabfall sind dann nochmal etwa 10 kg/EW an Leichtverpackungen aus Kunststoff enthalten; d.h. in Summe belegt die Abfallsammlung bereits einen jährlichen KS Verbrauch von 36 kg /EW im Mittel über alle Bürger, vom Baby bis zum Senior. Für einen Haushalt mit 3 Personen entspricht diese Menge einem Sammelvolumen von mehr als 4.300 Liter pro Jahr!

Die Forderung muss für Wohlmuth lauten: „Plastik sollte nur dort eingesetzt werden, wo es technisch sinnvoll und alternativlos ist.“

Die oö. Umweltprofis verfügen in OÖ. über ein flächendeckendes Netz an AbfallberaterInnen, welche u.a. in den Schulen und Kindergärten wichtige Aufklärungsarbeit und wertvolle Meinungsbildung in Sachen Umweltschutz & Abfall betreiben. „Besonders wichtig ist es uns, auf die negativen Auswirkungen des achtlosen Wegwerfens von Einwegkunststoffprodukten zu sensibilisieren“ zielt Wohlmuth auf das Littering-Problem ab.

Nicht zuletzt ist ein wichtiger Weg, dem Plastikmüll Herr zu werden, auch jener, das Kunststoffrecycling zu forcieren. „Durch die Einführung von Pfandsystemen bei Einweg-Getränkeflaschen könnte die Sammel- und Recyclingquote wesentlich erhöht und bis zu 90% gesteigert werden“, betont Wohlmuth.

Quellennachweis: EUWID Recycling und Entsorgung 1/2.2019/Wirtschaft 3, 4

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