- 08.01.2019, 10:28:19
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Späte Erkenntnis: „Wohnbonus“ in der AK
Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Dem Thema Wohnen hätte man schon in den vergangenen fünf Jahren mehr Aufmerksamkeit schenken müssen!“
Utl.: Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Dem Thema Wohnen hätte man schon in
den vergangenen fünf Jahren mehr Aufmerksamkeit schenken
müssen!“ =
Wien (OTS) - Die Arbeiterkammer hat das Thema um explodierende Mieten
entdeckt. Wie Medienberichten zu entnehmen ist, fordert
Kammerpräsidentin Renate Anderl der Fraktion sozialistischer
Gewerkschafter (FSG) – anders als die Bundes-SPÖ, die eine Befreiung
von der Mehrwertsteuer verlangt – dass Mietkosten bis zu 500 Euro als
„Wohnbonus“ steuerlich absetzbar werden müssen. Selbiges soll laut
Anderl überraschender Weise auch für Häuselbauer im ländlichen Raum
gelten. Wohnungsmieter und Eigentümer würden so um rund 1,2
Milliarden Euro entlastet, wie Steuerexperten der AK errechnet haben
wollen.
Warum erst jetzt?
„Dass nun auch die rote AK-Mehrheit auf das aktuelle Thema Wohnen
aufgesprungen ist, liegt wohl an den bevorstehenden AK-Wahlterminen.
Die FSG wäre freilich gut beraten gewesen, dem Thema schon in den
vergangenen 5 Jahren mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als die Mieten
um rund 40 Prozent angestiegen sind. Warum erst jetzt? Das damaligen
FSG-Wahlversprechen – ‚Wohnen muss billiger werden‘– ist nach der
Wahl bei der roten Fraktion aber in Vergessenheit geraten“,
kritisiert der Spitzenkandidat der FCG-ÖAAB-Fraktion in der AK-Wien
Fritz Pöltl den späten Einstieg in die Thematik. Hinzu komme, dass in
Wien Betriebskosten für Wohnungen mit regelmäßige Gebührenerhöhungen
der rotgrünen Stadtregierung in schwindelerregende Höhen getrieben
wurden. Proteste der Sozialdemokraten der AK gab es dazu freilich
keine.
Gemeinsam Mieten bremsen
Abzuwarten bleibt nach der wahlwerbewirksamen und exklusiven
Ankündigung des „Wohnbonus“ im ORF, ob die FSG-Fraktion nun auch bei
den vielen wichtigen Anträgen und Forderungen der FCG-ÖAAB-Fraktion
zum Wohl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der
Vollversammlung der AK mitgehen wird. Die Forderung von Fritz Pöltl
dazu ist bekannt: „Mieten dürfen nicht stärker steigen als die Löhne
und Gehälter! Damit wäre allen geholfen. Und zwar wirksam und
dauerhaft.“
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