• 06.01.2019, 14:53:37
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Schönborn feiert orthodoxe Weihnachten mit Iran-Flüchtlingen

Wiener Erzbischof feiert mit Kindern der insgesamt 108 Iraner, die vor über zwei Jahren auf ihrer ursprünglich in die USA geplanten Ausreise in Wien gestrandet waren - Kardinal dankt Regierung und hofft auf positiven Abschluss des Asylverfahrens

Utl.: Wiener Erzbischof feiert mit Kindern der insgesamt 108 Iraner,
die vor über zwei Jahren auf ihrer ursprünglich in die USA
geplanten Ausreise in Wien gestrandet waren - Kardinal dankt
Regierung und hofft auf positiven Abschluss des Asylverfahrens =

Wien (KAP) - Weihnachtsfreude in Kinderaugen: Das war vielen
persischen Flüchtlingskindern bei einer außergewöhnlichen
Weihnachtsfeier mit Bescherung durch Kardinal Christoph Schönborn ins
Gesicht geschrieben. Zahlreiche Kinder der insgesamt 108 Iraner, die
vor über zwei Jahren auf ihrer ursprünglich in die USA geplanten
Ausreise in Wien gestrandet waren, sind am Sonntag zum
Dreikönigsgottesdienst mit dem Wiener Erzbischof in den Stephansdom
gekommen. Bei der Festmesse erinnerte der Kardinal, dass viele dieser
Iran-Flüchtlinge orthodoxe Christen seien und daher am 6. Jänner
Weihnachten feiern. Dass sie hier bleiben konnten, sei der
österreichischen Regierung zu verdanken, betonte der Kardinal in der
Hoffnung auf einen positiven Abschluss des Asylverfahrens.

Bei den Betroffenen handelt es sich um Familien und Alleinstehende,
darunter auch viele Alte und Behinderte, die am sogenannten
"Lautenberg-Programm" des US-Kongresses teilgenommen hatten.
Angehörige religiöser Minderheiten - die in Wien Gestrandeten sind
Christen, Mandäer und Zoroastrier - erhielten mit diesem Programm ein
Visum in den USA, wobei für Teilnehmer aus Iran, das keine direkten
diplomatischen Beziehungen zur USA pflegt, Österreich traditionell
als Transitland diente. Durch die plötzlich restriktiveren
Einreiseregelungen der USA saßen 2017 vorübergehend Hunderte Perser
in Wien fest; eine große Gruppe davon bis zum heutigen Tag.

Durch den Asylwerber-Status erhalten alle der 108 verbleibenden
Iraner inzwischen Grundversorgung und sind krankenversichert. Die
Sozialleistungen reichen jedoch bei weitem nicht für das Auskommen,
weil die Iraner seit ihrer Ankunft gezwungen gewesen waren,
Privatwohnungen anzumieten statt in Heimen einen Platz zu bekommen.
Die Erzdiözese Wien hat die Gruppe dabei unterstützt und auch ein
Spendenkonto eingerichtet.

Ein Großteil von ihnen hat mit Freunden und Begleitern am Sonntag an
der Messe mit Kardinal Schönborn teilgenommen. Nach dem
Festgottesdienst waren die Kinder zu einer kleinen
Weihnachtsbescherung mit dem Erzbischof in der Sakristei eingeladen.
Organisiert wurde die Feier durch den Flüchtlingsberater der
Erzdiözese Wien, Manuel Baghdi. Die persische Gruppe wurde dabei von
der Nationalratsabgeordneten Gudrun Kugler (ÖVP) begleitet.

(Spendenkonto der Erzdiözese Wien: Verein "Bewegung Mitmensch - Maria
Loley", Bank Austria, IBAN: AT 26 1100 0086 1580 0300, Kennwort:
Perser)

Honorarfreie Pressefotos der Weihnachtsfeier mit den persischen
Christen können in Kürze unter www.kathpress.at/fotos heruntergeladen
werden.

((ende)) PWU
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