Frauen*Volksbegehren: Regierung muss das Rad nicht neu erfinden, es braucht Geld um den Motor am Laufen zu erhalten.

2018 ist das Rekordjahr der Frauen*morde. Grund genug, dass sich die Regierung als Neujahrsvorsatz Gewaltschutz nicht nur auf die Fahnen schreibt, sondern handelt.

Es ist geradezu zynisch wie sehr die Regierung immer wieder die Wichtigkeit des Gewaltschutzes proklamiert, während 2018 mindestens drei Frauen pro Monat von ihren Ex-Partnern ermordet wurden
Lena Jäger und Christian Berger vom Verein Frauen*Volksbegehren
Natürlich begrüßen wir, dass die Frauenministerin mehr Frauenhäuserplätze versprochen hat und die Bürokratie vereinfachen will, so dass bundesländerübergreifende Aufnahmen von Frauen* leichter möglich sind. Es braucht aber zusätzlich Kapazitäten, um jeden einzelnen Fall zu beleuchten und zu klären, an welchen Stellen offensichtlich noch Handlungsbedarf besteht.
Lena Jäger und Christian Berger vom Verein Frauen*Volksbegehren
Österreich ist in puncto Gewaltschutz im internationalen Vergleich immer gut aufgestellt gewesen. Statt einer Task Force, die seit Monaten unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Dunkeln arbeitet, braucht es vor allem mehr Budget, damit die gut funktionierenden Vereine und Organisationen in dem Bereich ihre Arbeit machen und die vorhandenen Konzepte umsetzen können
Lena Jäger und Christian Berger vom Verein Frauen*Volksbegehren
Das Rad muss eben nicht neu erfunden werden. Es ist Aufgabe der Regierung zu handeln, wenn immer mehr Frauen* ermordet werden. Was braucht es noch, damit endlich Budget umgeschichtet wird, um Frauen* zu schützen?
Lena Jäger und Christian Berger vom Verein Frauen*Volksbegehren

Wien (OTS) - 2018 sind mindestens 36 Frauen* von ihren (Ex-)Partnern umgebracht worden, mindestens zwei mehr als im Vorjahr. Damit ist das Zuhause der gefährlichste Ort für Frauen in Österreich überhaupt. Gleichzeitig betont Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß ständig, dass die Regierung ihren Schwerpunkt in der Frauenarbeit auf das Thema Gewaltschutz lege.

Es ist geradezu zynisch wie sehr die Regierung immer wieder die Wichtigkeit des Gewaltschutzes proklamiert, während 2018 mindestens drei Frauen pro Monat von ihren Ex-Partnern ermordet wurden“, so Lena Jäger und Christian Berger vom Verein Frauen*Volksbegehren. „Natürlich begrüßen wir, dass die Frauenministerin mehr Frauenhäuserplätze versprochen hat und die Bürokratie vereinfachen will, so dass bundesländerübergreifende Aufnahmen von Frauen* leichter möglich sind. Es braucht aber zusätzlich Kapazitäten, um jeden einzelnen Fall zu beleuchten und zu klären, an welchen Stellen offensichtlich noch Handlungsbedarf besteht.

Das Frauen*Volksbegehrten hat bei der Erarbeitungen seiner Forderungen zum Gewaltschutz eng mit den Frauenhäusern, der Interventionsstelle und weiteren NGOs zusammengearbeitet. Sie alle sind dafür verantwortlich, dass Österreich hier eine Vorreiterrolle innehat. Auch Andrea Brem, Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser betont in einer Aussendung, dass es vor allem bessere Finanzierung braucht. Zum einen für die Täterarbeit und zum anderen für Kampagnen, die Frauen* über vorhandene Hilfsangebote aufklären.

Österreich ist in puncto Gewaltschutz im internationalen Vergleich immer gut aufgestellt gewesen. Statt einer Task Force, die seit Monaten unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Dunkeln arbeitet, braucht es vor allem mehr Budget, damit die gut funktionierenden Vereine und Organisationen in dem Bereich ihre Arbeit machen und die vorhandenen Konzepte umsetzen können“, so Lena Jäger und Christan Berger. „Das Rad muss eben nicht neu erfunden werden. Es ist Aufgabe der Regierung zu handeln, wenn immer mehr Frauen* ermordet werden. Was braucht es noch, damit endlich Budget umgeschichtet wird, um Frauen* zu schützen?"

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