Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2018 an Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld

Bruno-Kreisky-Preis wird heuer zum 25. Mal vergeben – Preis für das publizistische Gesamtwerk geht an Richard Sennett

Wien (OTS/SK) - Seit 1993 wird der „Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch“ jährlich vom Karl-Renner-Institut in Zusammenarbeit mit der sozialdemokratischen Bildungsorganisation verliehen. Im Sinne des Lebenswerks Bruno Kreiskys wird politische Literatur ausgezeichnet, die für Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz einsteht. Den Hauptpreis für das Politische Buch des Jahres 2018 erhalten Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld für „Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Die Preisverleihungen finden im Frühjahr 2019 in Wien statt. ****

Ist es denkbar, dass künstliche Intelligenzen ein Bewusstsein entwickeln und welche Folgen hätte das für uns und unseren Umgang mit Technik? Die großen Fragen der Gegenwart werden in dem Buch von Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld gestellt und beantwortet. Die Digitalisierung hat gewaltige ökonomische, aber auch kulturelle und ethische Wirkungen. In Form eines Brückenschlags zwischen Philosophie und Science-Fiction entwickelt dieses Buch die philosophischen Grundlagen eines digitalen Humanismus.

Alle PreisträgerInnen im Überblick:

Der Hauptpreis für das Politische Buch 2018 geht an Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld für „Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“, Verlag Piper, 2018.

Der Preis für das publizistische Gesamtwerk geht an Richard Sennett. Sennett gehört zu den ganz großen Soziologen und wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit. Viele seiner Bücher sind Standardwerke, die das Zeitgeschehen seit den 1970er-Jahren begleiten und prägen. Im Zentrum seines Denkens stehen wir Menschen als gesellschaftliche Wesen und die Fragen, was der Kapitalismus, die heutige Arbeitswelt und die zunehmende Verstädterung aus uns machen. In seinem jüngsten Buch – „Die offene Stadt“ – führt er noch einmal all seine zentralen Themen und Thesen zusammen und gibt Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit.

Der Sonderpreis Arbeitswelten geht an Stephan Schulmeister. Durch zahlreiche Publikationen (zuletzt „Auf dem Weg zur Prosperität“), engagierte Vorträge und pointierte öffentliche Statements prägt der Ökonom Stephan Schulmeister den wirtschaftspolitischen Diskurs in Österreich. Seine couragierte Kritik am Neoliberalismus und sein unermüdlicher Einsatz für eine alternative Wirtschaftspolitik sind nicht nur wichtig für die öffentliche Debatte, sondern ermöglichten auch breiten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu ökonomischem Wissen.

Der Anerkennungspreis geht an Julia Ebner für „Wut. Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen“, Verlag Theiss, 2018. Die Ausgangsthese der österreichischen Extremismus- und Terrorismusforscherin Julia Ebner ist, Islamismus und Rechtsextremismus seien zwei Seiten derselben Medaille. Mit gezielten Undercover-Recherchen und Gesprächen mit Radikalen beider Seiten zeigt sie, wie sich die Strategien von Islamismus und Rechtsradikalismus wechselseitig ergänzen und verstärken. Mit ihrem Buch gelingt der Autorin eine Schärfung der Debatte und der Wahrnehmung des Radikalismus und seiner Rolle in einer pluralistischen Gesellschaft.

Der Preis für besondere verlegerische Leistungen geht an den Sonderzahl-Verlag in Wien. Der Verlag wurde 1984 von Dieter Bandhauer gegründet. Im Zentrum seines Programms stehen die kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Identität und Zeitgeschichte, Literaturwissenschaft und eine Filmbuchreihe. Seit 1993 erscheint vierteljährlich „Kurswechsel – die Zeitschrift für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen des BEIGEWUM“. (Schluss) up

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Nähere Informationen: Dr. Michael Rosecker (rosecker@renner-institut.at). www.renner-institut.at

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