Winterpaket 2018/2019: FSW zieht erste Zwischenbilanz

Zusätzliche Wärmestube eröffnet im Jänner in Floridsdorf – umfassendste Angebot seit Bestehen des Winterpakets

Wien (OTS) - „Der Winter zeigt sich derzeit von seiner milderen Seite, das merken wir auch an den aktuellen Zahlen: Die Auslastung in den Nachtquartieren lag zuletzt bei rund 75%“, berichtet der Leiter der Wohnungslosenhilfe im Fonds Soziales Wien (FSW), Kurt Gutlederer. „Wenn die Temperaturen wieder sinken und damit die Nachfrage steigt, sind wir gut vorbereitet. Wir haben genügend Kapazitäten.“ Mehr als 1.100 Personen haben bereits vom Angebot Gebrauch gemacht. Die höchste Auslastung in diesem Winter lag bis dato bei 78%.

Das Winterpaket der Wiener Wohnungslosenhilfe ist eine Maßnahme der Stadt Wien, die obdachlosen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Sozialanspruch einen Schlafplatz zur Verfügung stellt. „Auch dieses Jahr gilt: niemand muss die Nacht im Freien verbringen“, so Gutlederer.

Geplant, organisiert und finanziert wird das Winterpaket vom Fonds Soziales Wien. Das Winterpaket wird gemeinsam mit Obdach Wien, dem Wiener Roten Kreuz, Caritas, Samariterbund Wien, Volkshilfe Wien, den Johannitern und der St. Elisabeth Stiftung umgesetzt. In der Zeit vom 30. Oktober 2018 bis zum 30. April 2019 stehen 1.400 Schlafplätze und über 700 Plätze in bestehenden Tageszentren und zusätzlich eingerichteten Wärmestuben bereit. Die über 900 Schlafplätze des Winterpakets ergänzen die 153 Nachtquartiersplätze und 300 Plätze in den neuen Chancenhäusern, die ganzjährig zur Verfügung stehen.

Mit Jänner wird Angebot nochmals ausgebaut „Das ist das umfassendste Angebot seit Bestehen des Winterpakets und wir werden es im neuen Jahr nochmals erweitern“, so Gutlederer. „Mit Jänner 2019 eröffnet eine weitere Wärmestube im 21. Bezirk. Mit diesem Angebot stehen ab Jänner zusätzlich zu den Schlafplätzen insgesamt 750 Plätze in 7 Tageszentren und 4 Wärmestuben tagsüber zur Verfügung.“

In den Einrichtungen können sich obdachlose Menschen in geschütztem Rahmen aufhalten und ausruhen. Meist besteht auch die Möglichkeit, Kochgelegenheiten oder Waschmaschinen zu nutzen, zu duschen und Wertsachen zu deponieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort informieren und beraten außerdem zu Angeboten der Wiener Wohnungslosenhilfe. So wird sichergestellt, dass die Menschen nicht nur einen warmen Platz zum Aufhalten haben, sondern auch darüber hinaus beraten und unterstützt werden. Um die in den Wintermonaten verstärkt anfallenden Beratungsgespräche optimal abdecken zu können, wurden bei den Beratungsstellen für diesen Zeitraum die Kapazitäten entsprechend aufgestockt.

„Die Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen funktioniert auch dieses Jahr sehr gut, dadurch können wir flexibel auf Wetterkapriolen reagieren. Die Auslastung der Nachtquartiersplätze wird täglich geprüft und bei steigendem Bedarf können wir gemeinsam mit den Organisationen rasch zusätzliche Schlafplätze bereitstellen. Damit stellen wir sicher, dass jeder einen warmen Schlafplatz hat“, so der Leiter der Wohnungslosenhilfe im FSW.

Die Wohnungslosenhilfe der Stadt Wien Rund 75 Millionen Euro wendete die Stadt Wien 2017 für die Wohnungslosenhilfe auf – davon wurden über 6.500 Wohn- und Schlafplätze finanziert, aber auch Tageszentren wie die JOSI, Beratungseinrichtungen und Straßensozialarbeit. Insgesamt fördert die Stadt Wien über den Fonds Soziales Wien über 111 Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe. Rund 11.100 Menschen pro Jahr nutzen die Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe.

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