• 23.12.2018, 09:00:01
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Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal: Jeder kann Maßnahmen treffen, um Wohnungsbrände über Weihnachten zu verhindern

Feuerwehr rückt zu Weihnachten besonders oft aus. Gaal: Wünsche allen Wienerinnen und Wienern möglichst sichere Weihnachtsfeiertage

Utl.: Feuerwehr rückt zu Weihnachten besonders oft aus. Gaal:
Wünsche allen Wienerinnen und Wienern möglichst sichere
Weihnachtsfeiertage =

Wien (OTS) - Die Weihnachtsfeiertage sind im Idealfall eine
festliche und besinnliche Zeit, in der das Jahr positiv ausklingen
kann. Leider kommt es aber oft ganz anders, und auf die abendliche
Feier folgt ein nächtliches Feuer. Zu keinem anderen Zeitpunkt im
Jahr rückt die Feuerwehr in Wien öfter aus als während der
Weihnachtstage; mehr als 100 Mal häufiger als im Durchschnitt.
Zumeist der Grund: Adventkränze und Weihnachtsbäume, die in diesen
Tagen zehntausende Wiener Wohnungen verschönern, erhöhen mit ihren
Kerzen massiv die Brandgefahr.

„Zum Glück kann jeder Maßnahmen treffen, damit die Besinnlichkeit
der Weihnachtsfeiertage möglichst nicht durch einen Wohnungsbrand jäh
beendet wird. Ich bitte daher alle Wienerinnen und Wiener, gerade in
der Weihnachtszeit mit brennenden Kerzen und brennbaren Materialien
vorsichtig zu sein. Umso mehr wenn auch Kinder im Haushalt leben“,
sagt Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal: „Sicherheit in allen Wiener
Wohnungen und Wohnhäusern ist mir ein größtes Anliegen.“

Die meisten Verletzungen und Todesfälle bei Bränden sind übrigens
nicht die Folge von Flammen, sondern von Rauch. Aus diesem Grund
empfiehlt Stadträtin Gaal die Anschaffung eines Rauchgasmelders, der
auch in der Nacht Alarm schlägt und einen aufweckt, wenn etwa eine
nicht ausgelöschte Kerze den Weihnachtsbaum entzündet hat.

Vorsichtsmaßnahmen im Überblick

Am besten ist es aber natürlich, wenn es gar nicht erst zu
gefährlichen Situationen kommt. Und mit der Einhaltung wesentlicher
Vorsichtsmaßnahmen kann man das Risiko begrenzen. Die wichtigsten
Vorsichtsmaßnahmen im Überblick:

- Brandschutzbestimmungen: Gegenstände, die Fluchtwege versperren,
sind ein Sicherheitsrisiko. Jeder und jede sollte darauf zu achten,
dass Treppen, Gänge, Dachböden, auch Kellerabteile leicht zugänglich
sind. Denn diese Hindernisse können im Notfall lebensgefährlich sein,
auch weil sie Einsatzkräfte behindern.

- Kerzen: Wenige Minuten der Abwesenheit reichen, um unter Umständen
das Wohnzimmer in Flammen vorzufinden. So schön Kerzenlicht auch sein
kann: Nur bei Einsatz von elektrischen statt Wachskerzen kann man
Adventkranz oder Christbaum gefahrlos aus den Augen lassen. Kerzen
sollten immer in einem Abstand von 20 Zentimetern zu Ästen und Deko
befestigt werden. Kerzenhalter sollen aus einem nicht-brennbaren
Material bestehen. Außerdem muss regelmäßig überprüft werden, ob die
Gelenke der Kerzenhalter noch ausreichend fixiert sind.

Tipps zu Christbaum und Adventkranz:

- Der Weihnachtsbaum sollte möglichst lange kühl, idealerweise auf
einem Balkon oder im Keller, gelagert werden, um die Austrocknung
gering zu halten.

- Trockene Bäume fangen leicht Feuer. Daher sollte auch eine Lagerung
direkt neben der Heizung vermieden werden. Den Baum auch nicht zu
dicht an leicht brennbare Materialen wie Vorhänge stellen.

- Der Baum sollte weiters möglichst in einen wasserbefüllten Ständer
gestellt und so fixiert werden, dass ihn etwa auch Haustiere nicht
umwerfen können.

- Den erleuchteten Baum keinesfalls unbeaufsichtigt lassen; Kinder
sollten nicht allein im Zimmer sein, während die Kerzen auf dem Baum
brennen.

- Adventkränze sollten auf nicht brennbaren Materialien stehen (z.B.
Stein- oder feuerfeste Glasplatte).

- Idealerweise Löschmittel, zum Beispiel einen Kübel Wasser, eine
Löschdecke oder einen Feuerlöscher bereithalten (diese bitte
unbedingt nur entsprechend der Verbraucherhinweise verwenden).

Mehr Sicherheitstipps und Informationen finden sich auf der
Internetseite: https://www.kfv.at/

Richtiges Verhalten im Brandfall

- Ruhe bewahren
- Notruf 122 wählen
- Genaue Adresse angeben: Straße, Hausnummer, Stiege, Türnummer -
Zufahrtsmöglichkeiten oder eventuelle Zufahrtseinschränkungen
durchgeben
- Notfall beschreiben (Personen- und Sachschäden)
- Fragen der Beamtin bzw. des Beamten abwarten und beantworten
- Erst auflegen, wenn die Beamtin bzw. der Beamte alle Daten
bestätigt hat

„Die Wiener Berufsfeuerwehr besteht aus absoluten Profis, bei
denen ich mich wie bei allen anderen Wiener Notfallkräften herzlichst
für ihren wichtigen Einsatz für die Menschen in unserer Stadt
bedanken möchte“, so Stadträtin Gaal, die bei dieser Gelegenheit auch
allen Wienerinnen und Wienern frohe Weihnachten und einen guten
Rutsch ins neue Jahr wünscht. (Schluss)/wz

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